Französischer Dom ist die umgangssprachliche Bezeichnung für die französische Kirche von Friedrichstadt (französisch: Temple de la Friedrichstadt (deutsch: Französische Friedrichstadtkirche) in Berlin auf dem Gendarmenmarkt gegenüber dem Deutschen Dom, ehemals eine Kirche deutschsprachiger Abgeordneter.

Die ersten Teile der heutigen französischen Kirche wurden von 1701 bis 1705 für die hugenottische (calvinistische) Gemeinde gebaut. Zu dieser Zeit machten Hugenotten etwa 25% der Bevölkerung Berlins aus. Die französische Kirche wurde nach dem Vorbild des zerstörten Hugenottentempels in Charenton-Saint-Maurice, Frankreich, errichtet.

1785 änderte Carl von Gontard die Kirche und baute - Wand an Wand neben der Kirche - den Kuppelturm, der der Kirche zusammen mit den französischsprachigen Kongreganten ihren Namen gab. Der gewölbte Turm ist technisch gesehen kein Teil der Kirche, es gibt keinen Zugang zwischen Kirche und Turm, da beide Gebäude unterschiedliche Eigentümer haben. Der Turm, ähnlich wie der Deutsche Dom, wurde einfach gebaut, um dem Gendarmenmarkt eine symmetrische Form zu geben.

Die Kirche ist keine Kathedrale im strengen Sinne des Wortes, denn sie war nie Sitz eines Bischofs.

Der Kuppelturm, eine Aussichtsplattform, die Besuchern offen steht, bietet einen Panoramablick über Berlin. Im Untergeschoss unter dem Gebetssaal befindet sich ein Restaurant, das den Besuchern einen Panoramablick auf Berlin bietet. Im Turm befindet sich auch das Hugenottenmuseum von Berlin.