Karl Rudolf Gerd von Rundstedt (12. Dezember 1875 - 24. Februar 1953) war während des Zweiten Weltkriegs deutscher Generalfeldmarschall.

Rundstedt wurde in eine preußische Familie mit einer langen militärischen Tradition hineingeboren. Er trat 1892 in die kaiserlich deutsche Armee ein und stieg durch die Ränge auf. Im Ersten Weltkrieg diente er hauptsächlich als Stabsoffizier. In der Zwischenkriegszeit setzte er seine militärische Laufbahn fort und erreichte den Rang eines Generalobersts (Generaloberst), bevor er 1938 in den Ruhestand trat.

Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde er für den Polenfeldzug in die Wehrmacht zurückgerufen. Während des deutschen Einmarsches in Frankreich befehligte er die Heeresgruppe A und wurde 1940 in den Rang eines Feldmarschalls befördert. Im Russlandfeldzug befehligte er die Heeresgruppe Süd. In der ersten Schlacht bei Kiew erreichte er die größte Umzingelung der Geschichte.

Rundstedt wurde im Dezember 1941 nach dem deutschen Rückzug aus Rostow von Adolf Hitler entlassen, 1942 jedoch abberufen und zum Oberbefehlshaber im Westen ernannt.

Nach der deutschen Niederlage in der Normandie im Juli 1944 wurde er erneut entlassen, wurde aber im September erneut als Oberbefehlshaber im Westen abberufen, wobei er dieses Amt bis zu seiner endgültigen Entlassung durch Hitler im März 1945 innehatte.

Rundstedt wusste von den verschiedenen Plänen zur Deportation Hitlers, weigerte sich aber, sie zu unterstützen. Nach dem Krieg wurde er wegen Kriegsverbrechen angeklagt, stand aber aufgrund seines Alters und seines schlechten Gesundheitszustandes nicht vor Gericht. Er wurde 1949 entlassen und starb 1953 in Hannover.