Neben der Spielreihenfolge (Schwarz spielt zuerst, dann Weiß, dann Schwarz und so weiter) und den Handicap- bzw. Punkteregeln gibt es in Go nur zwei Regeln:
- Regel 1 (die Freiheitsregel) besagt, dass jeder auf dem Brett verbleibende Stein mindestens einen offenen "Punkt" (eine Kreuzung, "Freiheit" genannt) neben sich haben muss (oben, unten, links oder rechts) oder Teil einer zusammenhängenden Gruppe sein muss, die mindestens einen solchen offenen Punkt ("Freiheit") neben sich hat. Steine oder Steingruppen, die ihre letzte Freiheit verlieren, werden vom Spielbrett entfernt.
- Regel 2 (die "ko-Regel") besagt, dass die Steine auf dem Spielbrett niemals so wiederholt werden dürfen, wie die Steine zuvor an der Reihe waren. Züge, die dies tun würden, sind verboten, so dass nur Züge an anderer Stelle auf dem Brett in diesem Zug erlaubt sind. Damit soll verhindert werden, dass das Spiel für immer weitergeht.
Einige Go-Lehrer erzählen ihren Schülern, dass die Steine Armeen darstellen. Wenn die Armeen keine leeren Felder haben, in die sie ziehen können, können sie gegen die feindlichen Armeen nicht überleben. Daher werden Steine einer Farbe, die vollständig von einer anderen Farbe umgeben sind, erobert und vom Brett entfernt. Dies ist das einzige Mal, dass ein Stein bewegt werden kann, nachdem ein Spieler ihn auf das Brett gelegt hat. Steine teilen sich Freiheiten, so dass eine Gruppe von Steinen alle "lebendig" sind, solange sich ein Stein neben einer leeren Kreuzung befindet. Steine ohne Freiheiten (kein Zugang zum leeren Raum) werden geschlagen und vom Brett entfernt. Am Ende des Spiels werden die Gefangenen in der Regel von der Punktzahl des Spielers abgezogen, der sie verloren hat.
Die zweite Regel heißt Ko (Ewigkeit). Sie können Steine auf eine beliebige freie Kreuzung legen, solange sie nicht gleich danach entfernt wird, oder das Brett sieht überall gleich aus wie vorher. Damit soll verhindert werden, dass das Spiel hin und her geht und immer wieder die gleichen Steine geschlagen werden. Die Spieler müssen während eines "Ko-Kampfes" einen Zug irgendwo anders auf dem Brett machen, bevor sie einen Stein in der gleichen Stellung wieder schlagen können.
Der ursprüngliche chinesische Name lautet "围棋". (= wei qi oder wei chi). Es ist auch in Japan populär, und sein gebräuchlicher Name "Go" stammt aus dem Japanischen. In Korea wird das Spiel "baduk" genannt. In diesen drei Ländern ist das Spiel ein wichtiger Teil der Kultur, wie das Schachspiel in vielen westlichen Ländern.
Go and Chess sind sowohl Brettspiele als auch Strategiespiele, obwohl beide auch als Glücksspiele verwendet werden können. Beide haben weder Glück noch geheime Informationen, im Gegensatz zu einigen anderen klassischen Spielen wie Backgammon (es wird gewürfelt) oder Poker und anderen Kartenspielen, die ebenfalls geheime Informationen haben.
Es gibt viele Orte, an denen Go im Internet gespielt werden kann, sowie lokale Clubs und nationale Organisationen in vielen Ländern auf der ganzen Welt. Eine 2016 durchgeführte Umfrage der International Go Federation ergab, dass es weltweit über 20 Millionen Spieler gibt. Die meisten Spieler leben in Ostasien.