Ein Hilbert-Raum ist ein mathematisches Konzept, das die extra-dimensionale Nutzung des euklidischen Raumes, d.h. eines Raumes mit mehr als drei Dimensionen, abdeckt. Ein Hilbert-Raum verwendet die Mathematik von zwei und drei Dimensionen, um zu versuchen zu beschreiben, was in mehr als drei Dimensionen geschieht. Er ist nach David Hilbert benannt.

Vektoralgebra und Vektorrechnung sind Methoden, die normalerweise in der zweidimensionalen euklidischen Ebene und im dreidimensionalen Raum verwendet werden. In Hilbert-Räumen können diese Methoden mit einer beliebigen endlichen oder unendlichen Anzahl von Dimensionen verwendet werden. Ein Hilbert-Raum ist ein Vektorraum, der die Struktur eines inneren Produkts hat, mit dem Länge und Winkel gemessen werden können. Hilbert-Räume müssen ebenfalls vollständig sein, d.h. es müssen genügend Grenzen vorhanden sein, damit die Analysis funktionieren kann.

Die frühesten Hilbert-Räume wurden im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts von David Hilbert, Erhard Schmidt und Frigyes Riesz untersucht. John von Neumann erfand als erster den Namen "Hilbert-Raum". Die Methoden des Hilbert-Raums machten einen großen Unterschied in der Funktionsanalyse.

Hilbert-Räume tauchen in der Mathematik, Physik und Technik häufig als unendlichdimensionale Funktionsräume auf. Sie sind besonders nützlich für das Studium partieller Differentialgleichungen, der Quantenmechanik, der Fourier-Analyse (die Signalverarbeitung und Wärmeübertragung einschließt). Hilbert-Räume werden in der Ergodentheorie verwendet, die die mathematische Grundlage der Thermodynamik ist. Alle normalen euklidischen Räume sind auch Hilbert-Räume. Weitere Beispiele für Hilbert-Räume sind Räume mit quadratisch-integrierbaren Funktionen, Räume von Sequenzen, Sobolev-Räume, die aus verallgemeinerten Funktionen bestehen, und Hardy-Räume mit holomorphen Funktionen.