Kimberlit ist ein Eruptivgestein, das dafür bekannt ist, dass es manchmal Diamanten enthält. Er ist nach der Stadt Kimberley in Südafrika benannt. Die Entdeckung eines großen Diamanten von 83,5 Karat (16,70 g) im Jahr 1871 löste einen "Diamantenrausch" aus. Dies führte zum "Big Hole", einer großen offenen Mine.

Kimberlit kommt in der Erdkruste in vertikalen Strukturen vor, die als "Rohre" bezeichnet werden, sowie in vulkanischen Deichen und Schwellen. Kimberlit-Rohre sind heute die wichtigste Quelle für geförderte Diamanten. Kimberlite bilden sich tief mit dem Erdmantel. Die Bildung findet in Tiefen zwischen 150 und 450 Kilometern (93 und 280 mi) statt. Das Kimberlitematerial wird schnell und heftig ausgebrochen, oft mit beträchtlichem Kohlendioxid und anderen flüchtigen Bestandteilen.

Kimberlit hat Aufmerksamkeit erregt, weil er als Träger von Diamanten und Granat-Peridotit-Mantel-Xenolithen zur Erdoberfläche dient. Die Untersuchung von Kimberlit hat das Potenzial, Informationen über die Zusammensetzung des unteren Erdmantels zu liefern. Über Schmelzprozesse an oder nahe der Grenzfläche zwischen der kratonischen kontinentalen Lithosphäre und dem darunter liegenden konvektiven asthenosphärischen Mantel ist wenig bekannt.