L'Aquila ist eine italienische Stadt. Sie hat etwa 71.989 Einwohner. L'Aquila ist die Hauptstadt der Abruzzen.
Es liegt auf einem Hügel im Tal des Flusses Aterno. Er wird von den Apenninen umrundet. Die Financial Times, eine wichtige Zeitung, schrieb, L'Aquila sei "die schönste Stadt der Abruzzen".
Es ist eine sehr alte Stadt, voll von schönen Gebäuden und Kirchen. Sie hat eine Universität.
Geschichte kurz
L'Aquila hat einen mittelalterlichen Ursprung und entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte als regionales Verwaltungs- und Handelszentrum. Die Stadt hat zahlreiche historische Schichten: mittelalterliche Stadtstruktur, Renaissance- und Barockbauten sowie Festungsanlagen aus späteren Zeiten. Ihre bewegte Geschichte spiegelt sich in Kirchen, Palazzi und Plätzen wider.
Erdbeben und Wiederaufbau
Das Erdbeben vom 6. April 2009 traf L'Aquila schwer: große Teile der historischen Altstadt wurden zerstört oder beschädigt, viele Bewohner mussten ihre Wohnungen verlassen. Seitdem läuft ein langwieriger Wiederaufbau- und Restaurationsprozess, bei dem historische Gebäude konserviert und neu aufgebaut werden. Der Wiederaufbau war technisch und organisatorisch anspruchsvoll; inzwischen sind viele Monumente und Plätze wieder zugänglich, dennoch sind Arbeiten und Modernisierungen an Gebäuden und Infrastruktur weiterhin im Gange.
Sehenswürdigkeiten
In L'Aquila finden sich zahlreiche historisch und künstlerisch bedeutende Orte. Wichtige Ziele sind unter anderem:
- Basilica di Santa Maria di Collemaggio – bekannt für ihre charakteristische Fassade und die Verbindung zur Perdonanza Celestiniana.
- Fontana delle 99 (Brunnen der 99) – Symbol der Stadt, das die 99 Gründungsfamilien der Umgebung darstellen soll.
- Forte Spagnolo – eine markante Festung aus der frühen Neuzeit, in der heute unter anderem das Museo Nazionale d'Abruzzo untergebracht ist.
- Die Kathedrale und verschiedene historische Kirchen wie die Basilika di San Bernardino, die wichtige Kunstwerke und Grabmäler beherbergen.
- Piazza del Duomo und weitere Plätze, die das historische Stadtbild prägen.
Kultur, Feste und Bildung
L'Aquila hat ein reges kulturelles Leben. Ein bekanntes Fest ist die Perdonanza Celestiniana, eine historische religiöse Feier mit Prozessionen und Veranstaltungen, die auf ein Privileg von Papst Celestin V. zurückgeht und heute große lokale Bedeutung hat. Die Stadt verfügt über eine Universität, die zahlreiche Fakultäten und Forschungszentren umfasst und das städtische Leben maßgeblich mitprägt.
Wirtschaft und Infrastruktur
Die Wirtschaft der Stadt stützt sich auf öffentliche Verwaltung, Bildung, Dienstleistung, Kultur- und Tourismusangebote sowie traditionsreiche Handwerksbetriebe. L'Aquila ist über die Autobahn A24 mit Rom verbunden; der nächstgelegene größere Flughafen ist Pescara, zudem gibt es Bahnverbindungen und regionale Busnetze.
Lage und Klima
Die Lage auf einem Hügel im Aterno-Tal und die Nähe zu den Apenninen prägen das Klima: die Winter können kühl und schneereich sein, die Sommer warm und teils trocken. Die Umgebung bietet gute Möglichkeiten für Wanderungen, Bergsport und Naturerlebnisse.
Praktische Hinweise für Besucher
- Viele historische Gebäude wurden nach dem Erdbeben restauriert, dennoch sollte man aktuelle Öffnungszeiten und Zugänglichkeit prüfen.
- Geführte Stadtrundgänge und Besuche in Museen sind empfehlenswert, um die wechselvolle Geschichte und die Kunstschätze der Stadt kennenzulernen.
- L'Aquila eignet sich gut als Ausgangspunkt für Ausflüge in die Abruzzen und in die Apenninen.
L'Aquila bleibt trotz der Schäden ein kulturell bedeutender und reizvoller Ort mit reicher Geschichte, sehenswerten Bauwerken und lebendiger Universitätsatmosphäre.





