Materialismus ist der philosophische Glaube, dass die Welt aus Material besteht und dass es keine anderen Arten von Entitäten (Dingen) gibt. Alles besteht aus Material. Dinge, die nicht aus Material bestehen, wie z.B. das Bewusstsein, sind das Ergebnis von Handlungen durch Material. Mit anderen Worten: Materie ist die einzige wirkliche Substanz. Physikalismus ist ein verwandter Begriff.
Insbesondere glaubt ein Materialist nicht an Götter oder andere übernatürliche Wesenheiten. Der Materialist meint, die Idee eines Geistes sei entweder bedeutungslos oder wissenschaftlich nicht bewiesen. Daher sind Materialisten per Definition auch Atheisten, obwohl nicht alle Atheisten Materialisten sind.
Die modernen philosophischen Materialisten erweitern die Definition auf andere grundlegende, von der Wissenschaft nachgewiesene Entitäten, wie Energie, Kräfte und die Krümmung des Raums. Materie und Energie sind bekanntlich austauschbar, und vieles andere, wie etwa die Schwerkraft, wird durch Materie verursacht. Der Begriff der Materie selbst ist jedoch nicht ganz klar.
Andere Arten von Philosophie teilen einige der Ziele des Materialismus. Beispiele hierfür sind der Reduktionismus, der logische Positivismus und der Empirismus.
Der Ursprung des Materialismus liegt in einer Art altgriechischer Philosophie. Thales, Epikur und Lukrez sind frühe materialistische Philosophen. Die Idee tauchte auch in anderen antiken Kulturen auf.