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Pieridae (Weiße, Gelbe & Schwefelfalter): Übersicht, Merkmale & Arten

Pieridae: Überblick zu Weißen, Gelben & Schwefelfaltern – Merkmale, Artenvielfalt, Lebensräume, Unterschiede und Garten-Schädlinge kompakt erklärt. Jetzt entdecken!

Die Pieridae sind eine große Familie von Schmetterlingen. Sie sind als Weiße, Gelbe oder Schwefel bekannt. Diese Familie hat etwa 76 Gattungen und 1.100 Arten. Sie kommen hauptsächlich aus dem tropischen Afrika und Asien, sind aber weltweit verbreitet und treten auch in Europa, Nordamerika und Australien auf. Die meisten Pieridschmetterlinge sind weiß, gelb oder orange mit schwarzen Flecken. Die Pigmente, die diesen Schmetterlingen die Farbe geben, stammen aus Abfallprodukten des Körpers; es handelt sich überwiegend um pterinähnliche Farbstoffe, die zusammen mit der Struktur der Flügelschuppen die sichtbare Farbe erzeugen. Dieses Pigmentbild ist ein charakteristisches Merkmal dieser Familie.

Es wird vermutet, dass der Name "Schmetterling" von einem Mitglied dieser Familie stammt, dem Brimstone Gonepteryx rhamni. Er wurde von den frühen britischen Naturforschern als "schmetterlingsfarbene Fliege" bezeichnet.

Die Geschlechter sind in der Regel unterschiedlich, oft im Muster oder in der Anzahl der schwarzen Markierungen. Bei vielen Arten unterscheiden sich Männchen und Weibchen deutlich in der Färbung oder im Flügelmuster.

Die Raupen einiger dieser Arten, wie z. B. Pieris brassicae und Pieris rapae, ernähren sich von Brassicas. Sie sind häufig in Gärten anzutreffen und sind landwirtschaftliche Schädlinge. Die Larven mancher Arten können durch ihren Fraß an Kulturpflanzen wirtschaftlichen Schaden verursachen, weil sie Blätter von Kohl, Raps und anderen Kreuzblütlern kahl fressen.

Männchen vieler Arten ernähren sich von Salzen aus feuchter Erde. Sie tun dies in Gruppen. Dieses Verhalten ist als Schlammpfützen oder Pfützenbildung bekannt. Dadurch nehmen die Männchen Mineralstoffe auf, die für die Fortpflanzung wichtig sind.

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Merkmale

  • Körperbau: mittelgroße bis große Falter mit kräftigem Körper und abgerundeten bis spitzen Flügeln.
  • Flügelzeichnung: meist hell (weiß, gelb, orange) mit dunklen Flecken oder Randbändern; bei einigen Gattungen (z. B. Colias) dominieren gelbe bis orange Farbtöne.
  • Farbentstehung: Kombination aus Pigmenten (vor allem Pterine) und der Mikrostruktur der Schuppen, die Licht streut und helle Flächen entstehen lässt.
  • Sexuelle Dimorphie: häufig vorhanden — Männchen und Weibchen verschieden gefärbt oder gemustert.

Lebenszyklus

Wie alle Schmetterlinge durchlaufen Pieridae eine vollständige Metamorphose: Ei → Raupe → Puppe (Chrysalis) → Imago (Falter). Die Eier werden einzeln oder in kleinen Gruppen an die Wirtsplanzen gelegt. Raupen sind meist länglich und glatt, oft gut an die Farbe der Futterpflanze angepasst. Die Verpuppung erfolgt meist an Halmen, Stängeln oder Blattunterseiten; einige Arten überwintern als Puppe und schlüpfen im Frühjahr.

Ernährung und Wirtspflanzen

Viele Pieridae-Raupen fressen bevorzugt Pflanzenfamilien wie Brassicaceae (Kreuzblütler), Capparaceae, Fabaceae und andere krautige Pflanzen. Besonders bekannt sind Arten wie Pieris brassicae und Pieris rapae, deren Raupen Kohlgewächse befallen. Einige Arten sind an bestimmte Pflanzen spezialisiert, andere sind eher generalistisch.

Verhalten

  • Schlammpfützen (Mud-puddling): Männchen bilden Gruppen an feuchten Stellen, um Salze und Mineralien aufzunehmen.
  • Territorialverhalten: Einige Männchen verteidigen Standorte und zeigen Revierverhalten gegenüber Artgenossen.
  • Wanderungen: Manche Arten, etwa einzelne Colias- oder Pieris-Arten, zeigen saisonale Wanderungen oder regelmäßige Ausbreitungen in günstigen Jahren.

Ökologie, Schutz und Bedeutung

Pieridae sind wichtige Bestäuber und Teil vieler Ökosysteme. Gleichzeitig können einige Arten lokale Ernteschäden verursachen und als Schädlinge eingestuft werden. Der Erhalt von Blüten- und Raupen-Futterpflanzen ist für den Schutz vieler Arten entscheidend. Lebensraumverlust, Pestizideinsatz und Klimawandel beeinflussen lokale Bestände; in einigen Regionen stehen einzelne Arten unter Schutz.

Wichtige oder bekannte Arten

  • Gonepteryx rhamni (Zitronenfalter/Brimstone) – auffällig gelb/grünlich und lange Lebensdauer; oft als Ursprung des Namens „Schmetterling“ erwähnt.
  • Pieris brassicae (Großer Kohlweißling) – häufige Kulturfolgerin, Raupen an Kreuzblütlern.
  • Pieris rapae (Kleiner Kohlweißling) – ebenfalls ein bekannter Garten- und Feldschädling.
  • Colias-Arten (z. B. der Goldene oder Wolken- bzw. Gelbling) – meist gelb bis orange, teils wandernd.

Tipps zur Beobachtung

  • Gärten mit blütenreichen Pflanzen und naturnahen Ecken fördern Pieridae-Bestände.
  • Das Anpflanzen von heimischen Brassicaceae (z. B. Rauke, Senf) zieht Raupen bestimmter Arten an — bei Bedarf mit Netzen schützen.
  • Feuchte Stellen oder kalkhaltige Pfützen im Garten werden gern von Männchen zur Mineralaufnahme genutzt.

Insgesamt sind die Pieridae eine vielfältige, leicht erkennbare Familie, die in vielen Landschaften eine wichtige Rolle spielt — von tropischen Regenwäldern bis zu unseren Hausgärten.

Klassifikation

Die Pieridae haben die Radialvene am Vorderflügel mit 3 oder 4 Ästen und selten mit 5 Ästen. Die Vorderbeine sind bei beiden Geschlechtern gut entwickelt. Die Fußwurzelklauen sind bifid (bifid bedeutet in zwei Teile gespalten).

Wie bei den Papilionidae werden auch bei den Pieridae die Chrysaliden durch einen Seidengürtel in einem Winkel gehalten. Der Gürtel verläuft um das erste Abdominalsegment, anders als der Brustgürtel bei den Papilionidae.

Unterfamilien

Die Pieridae werden in die folgenden vier Unterfamilien unterteilt:

  • Dismorphiinae (6 Gattungen) Sie sind meist neotropisch. Zu dieser Gruppe gehören viele mimetische Arten. Die Wirtspflanzen gehören zur Familie der Fabaceae.
  • Pierinae (55 Gattungen) Zu dieser Unterfamilie gehören die Weiß- und Orangenspitzen. Viele dieser Arten sind stark wandernd. Ihre Wirtspflanzen gehören zu den Familien Capparidaceae, Brassicaceae, Santalaceae und Loranthaceae.
  • Coliadinae (14 Gattungen) Diese Unterfamilie umfasst die Schwefel und Gelben. Viele dieser Arten sind geschlechtsdimorph. Einige Arten, wie zum Beispiel in der Gattung Colias, haben Flügelmuster, die nur unter ultraviolettem Licht sichtbar sind.
  • Pseudopontiinae Die Hauptart in dieser Unterfamilie ist Pseudopontia paradoxa. Sie ist in Westafrika endemisch.

Einige beliebte Arten

  • Anthocharis cethura catalina, Catalina Orangenspitze
  • Anthocharis-Kardamine, Orangenspitze
  • Colias croceus, getrübtes Gelb
  • Colias eurydice oder Zerene eurydice, Kalifornisches Hundegesicht
  • Gonepteryx rhamni, Zitronenfalter
  • Leptosia nina, Schmetterling der Psyche
  • Phoebis sennae, wolkenloser Schwefel

Einige Schädlingsarten

  • Colias eurytheme, Alfalfa-Schmetterling oder Orangenschwefel
  • Colias philodice, Trübschwefel oder gewöhnlicher Schwefel
  • Pieris rapae, Kohlweiß oder Kleinweiß
  • Pieris brassicae, Großes Weiß oder Kohlweiß

Fragen und Antworten

F: Was ist die Familie der Pieridae, der Schmetterlinge?

A: Die Schmetterlingsfamilie der Pieridae ist eine große Familie mit etwa 76 Gattungen und 1.100 Arten. Sie stammen hauptsächlich aus dem tropischen Afrika und Asien und haben meist weiße, gelbe oder orangefarbene Flügel mit schwarzen Flecken.

F: Woher stammt der Name "Schmetterling"?

A: Der Name "Schmetterling" stammt möglicherweise von einem Mitglied dieser Familie, der Brimstone Gonepteryx rhamni, die von frühen britischen Naturforschern "butterfarbene Fliege" genannt wurde.

F: Kann man die Raupen einiger Schmetterlingsarten in Gärten sehen?

A: Ja, die Raupen einiger Arten wie Pieris brassicae und Pieris rapae sind häufig in Gärten zu sehen.

F: Warum werden diese Raupen als landwirtschaftliche Schädlinge betrachtet?

A: Diese Raupen gelten als landwirtschaftliche Schädlinge, weil sie sich von Brassicas ernähren.

F: Wie ernähren sich die Männchen vieler Pierid-Arten?

A: Die Männchen vieler Pierid-Arten ernähren sich in Gruppen von Salzen aus dem feuchten Boden, was als 'Schlammpfützenbildung' oder 'Pfützenbildung' bekannt ist.

F: Welche Art von Pigmenten ist charakteristisch für diese Schmetterlingsfamilie?

A: Die Pigmente, die man bei den Mitgliedern dieser Schmetterlingsfamilie findet, sind weiß, gelb oder orange mit schwarzen Flecken.

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Autor

AlegsaOnline.com Pieridae (Weiße, Gelbe & Schwefelfalter): Übersicht, Merkmale & Arten

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