Für Personen siehe Humanmigration; für Daten siehe Datenmigration.
Von Migration spricht man, wenn sich die Tiere in einem regelmäßigen Zyklus bewegen. Zum Beispiel ziehen Karibus in der Arktis im Winter nach Süden und kehren im Sommer zurück, wenn es wärmer ist. Viele Vögel, wie z.B. Gänse und Störche, wandern.
Migration ist das Reisen über weite Strecken auf der Suche nach einem neuen Lebensraum. Der Auslöser für die Migration kann das lokale Klima, die lokale Verfügbarkeit von Nahrung oder die Jahreszeit sein. Um als echte Migration und nicht nur als lokale Ausbreitung zu gelten, sollte die Bewegung ein jährliches oder saisonales Ereignis sein.
Viele Vögel fliegen für den Winter an wärmere Orte, ebenso wie einige Insekten wie die Wanderheuschrecke. Junge Atlantische Lachse verlassen den Fluss ihrer Geburt, wenn sie eine Größe von einigen Zentimetern (cm) erreicht haben.
Viele Arten im Meer haben eine tägliche Wanderung. Plankton wandert tagsüber nach oben, wo es Licht gibt, und nachts nach unten, wo sie weniger leicht zu finden sind. Die vielen Arten, die sich von ihnen ernähren, folgen ihnen nach oben und unten.
Migration ist eine evolutionäre Kraft. Das liegt daran, dass sie eine Hauptquelle der natürlichen Auslese ist. Der Erfolg der wandernden Tiere auf der Reise ist in der Regel notwendig, damit sie sich fortpflanzen können.
In vielen Teilen der Welt herrscht ein stark saisonabhängiges Klima. Um zu überleben, müssen viele Arten an einem Ort brüten und später an einem anderen Ort fressen. Das einfachste Beispiel sind die afrikanischen Pflanzenfresser, die dem Wachstum von Gras in Ostafrika folgen. In dieser Region gibt es jahreszeitlich bedingte Niederschläge und somit auch jahreszeitlich bedingtes Graswachstum. Ihre Raubtiere folgen ihnen.


