Planet of the Apes ist ein amerikanischer Science-Fiction-Film, der 1968 unter der Regie von Franklin J. Schaffner veröffentlicht wurde. Er basiert auf dem Roman La planète des singes von Pierre Boulle, der 1963 veröffentlicht wurde. In dem Film spielt Charlton Heston die Hauptrolle und sind Roddy McDowall, Kim Hunter, Maurice Evans, James Whitmore, James Daly und Linda Harrison zu sehen. Er wurde von 20th Century Fox veröffentlicht.
Handlung (Kurzfassung)
Eine Raumfahrtsmission geht schief: Das Raumschiff Havoc IV mit dem Piloten Taylor (Charlton Heston) an Bord stürzt auf einem fremden, scheinbar unbewohnten Planeten ab. Schnell stellt sich heraus, dass dieser Planet nicht von Menschen, sondern von intelligenten Affen beherrscht wird. Taylor wird gefangen genommen und als ein Forschungsobjekt von einer Affengesellschaft untersucht, in der Menschen stumm, primitiv und rechtlos sind. Während Taylor versucht, seine Lage zu klären und die rätselhafte Ordnung dieser Welt zu verstehen, enthüllen sich nach und nach Hinweise auf die wahre Herkunft des Planeten und eine überraschende, ikonische Wendung am Ende des Films.
Wichtige Themen
- Soziokulturelle Kritik: Der Film kritisiert Vorurteile, Machtmissbrauch, dogmatischen Glauben und gesellschaftliche Ausgrenzung.
- Menschenbild und Wissenschaft: Fragen nach Evolution, Intelligenz und moralischer Verantwortung stehen im Mittelpunkt.
- Kalter Krieg und Atomangst: Subtile Anspielungen auf die Angst vor Selbstzerstörung und nuklearer Bedrohung prägen die Atmosphäre.
Produktion und künstlerische Umsetzung
Regie führte Franklin J. Schaffner; das Drehbuch basiert auf der Romanvorlage von Pierre Boulle und wurde maßgeblich von Michael Wilson und Rod Serling adaptiert. Die Spezialeffekte und vor allem das Maskenbild zählen zu den herausragenden Merkmalen des Films: John Chambers und sein Team schufen aufwändige Affen-Make-ups, die damals als bahnbrechend galten und großen Einfluss auf spätere Produktionen hatten.
Die filmytypische, eindrucksvolle Musik stammt von Jerry Goldsmith und trägt wesentlich zur unheimlichen, fremden Stimmung bei. Die kargen, wüstenähnlichen Landschaften und sorgfältig gestalteten Kulissen verstärken das Gefühl einer postapokalyptischen Welt.
Besetzung (Auswahl)
- Charlton Heston als Taylor
- Roddy McDowall als Cornelius
- Kim Hunter als Zira
- Maurice Evans als Dr. Zaius
- James Whitmore / James Daly / Linda Harrison in weiteren Rollen
Rezeption und Auszeichnungen
Bei seiner Veröffentlichung erhielt Planet of the Apes überwiegend positive Kritiken und war ein kommerzieller Erfolg. Der Film wurde für mehrere Auszeichnungen nominiert; die Filmmusik von Jerry Goldsmith wurde besonders gelobt. Für das außergewöhnliche Maskenbild erhielt John Chambers 1969 eine Ehren-Academy Award (einen Sonderoscar).
Der Film gilt heute als Klassiker des Science-Fiction-Kinos und wurde 1991 in die US-amerikanische National Film Registry der Library of Congress aufgenommen, wo Filme als „kulturell, historisch oder ästhetisch bedeutend“ geschützt werden.
Berühmte Szenen und Zitate (Spoiler-Warnung)
Hinweis: Der folgende Abschnitt nennt zentrale Wendungen.
- Das Ende mit der enthüllten Statue of Liberty zählt zu den berühmtesten Überraschungsmomenten der Filmgeschichte und prägt das kollektive Gedächtnis der Popkultur.
- Eine der bekanntesten Dialogzeilen (im Original) lautet: "Take your stinking paws off me, you damned dirty ape!" — im Deutschen oft mit „Nehmt eure stinkenden Pfoten von mir, ihr verdammten Affen!“ wiedergegeben.
Fortsetzungen, Remakes und Erbe
Der Erfolg des Films führte zu mehreren Fortsetzungen in den 1970er Jahren: Beneath the Planet of the Apes (1970), Escape from the Planet of the Apes (1971), Conquest of the Planet of the Apes (1972) und Battle for the Planet of the Apes (1973). Es folgten später ein Remake von Tim Burton (2001) sowie eine moderne Prequel-Trilogie, die 2011 mit Rise of the Planet of the Apes begann und 2014/2017 mit Dawn of the Planet of the Apes und War for the Planet of the Apes fortgesetzt wurde.
Die ursprüngliche Version von 1968 bleibt wegen ihrer kompromisslosen Erzählung, ihrer visuellen Ideen und ihrer politischen Subtexte besonders einflussreich.
Bedeutung heute
Planet of the Apes wird weiterhin analysiert und diskutiert — sowohl als spannender Abenteuerfilm als auch als Parabel über Menschlichkeit, Macht und Selbstzerstörung. Seine ästhetischen Innovationen, vor allem im Masken- und Makeup-Bereich, sowie die moralisch-gesellschaftlichen Fragestellungen sichern dem Film einen festen Platz in der Filmgeschichte.