Raymond Gosling (15. Juli 1926 - 18. Mai 2015) war ein britischer Biophysiker. Er war dafür bekannt, Röntgenbeugungsstudien an DNA durchzuführen. Diese Studien waren der erste Schritt zum Verständnis der 3-D-Struktur der DNA. Er führte diese Studien als Doktorand in der von Maurice Wilkins geleiteten Forschungsgruppe am Kings College London durch.

Goslings erster Betreuer war A.R. Stokes vom Fachbereich Physik. Um 1950 wurden Goslings Beugungsfotos von Wilkins damals als "viel besser als die von Astbury und fast wie Einkristalle" beschrieben.

Gosling wurde Rosalind Franklin wieder zugeteilt, als sie 1951 Wilkins' Gruppe beitrat. In den folgenden zwei Jahren arbeiteten sie eng zusammen, um die Röntgenbeugungsfotografie der DNA zu verbessern und ein schärferes Bild zu erhalten. Gosling machte das Röntgenbeugungsbild der DNA als "Photo 51" bekannt. Diese Arbeit führte direkt zur Verleihung des Nobelpreises für Physiologie oderMedizin 1963 an Francis Crick, James D. Watson und Maurice Wilkins. Gosling war der Co-Autor mit Franklin einer der drei DNA-Doppelhelix-Arbeiten, die im April 1953 in Nature veröffentlicht wurden.

Gosling starb am 18. Mai 2015 in London im Alter von 88 Jahren.