Der Roerich-Pakt ist ein Vertrag über den Schutz künstlerischer und wissenschaftlicher Institutionen und historischer Denkmäler, der am 15. April 1935 von den Vertretern von 21 Staaten im Oval Office des Weißen Hauses unterzeichnet wurde. Am 1. Januar 1990 war der Roerich-Pakt von zehn Staaten ratifiziert worden: Brasilien, Chile, Kolumbien, Kuba, der Dominikanischen Republik, El Salvador, Guatemala, Mexiko, den Vereinigten Staaten und Venezuela. Er trat am 26. August 1935 in Kraft. Die indische Regierung genehmigte den Vertrag 1948, unternahm aber keine weiteren formalen Schritte. Der Roerich-Pakt ist auch als Pax Cultura ("kultureller Frieden" oder "Frieden durch Kultur") bekannt. Der wichtigste Teil des Roerich-Pakts ist die rechtliche Anerkennung, dass der Schutz der Kultur immer wichtiger ist als jede militärische Notwendigkeit.