Runnymede: Historische Wiese an der Themse – Magna Carta & Denkmäler

Runnymede an der Themse: historische Wiese des National Trust – Schauplatz der Magna Carta, bedeutende Denkmäler inklusive JFK- und Kriegsmahnmal. Besuch planen!

Autor: Leandro Alegsa

Runnymede ist eine weitläufige Flusswiese an der Themse in Surrey, England, etwa 20 Meilen (32 km) westlich von London. Das Gelände gehört dem National Trust und wird von diesem gepflegt. Die Wiesen und Uferbereiche sind beliebte Ziele für Spaziergänge, Picknicks und Naturbeobachtung und zählen zu den meistbesuchten Touristenattraktionen des Landes.

Geschichte und Bedeutung

Runnymede ist vor allem berühmt als Ort, an dem König Johann im Jahr 1215 die Magna Carta unterzeichnete. Die Magna Carta gilt als eines der bedeutendsten Dokumente zur Einschränkung königlicher Macht und zur Entwicklung des Rechtsstaats und hatte langfristigen Einfluss auf die Verfassungsentwicklung in England und darüber hinaus. Aus diesem Grund hat Runnymede einen besonderen Platz in der britischen Geschichte und im kollektiven Gedächtnis zur Entstehung von Freiheits- und Rechtsprinzipien.

Denkmäler und Gedenkstätten

Auf dem Gelände und in seiner unmittelbaren Umgebung befinden sich mehrere wichtige Denkmäler:

  • Ein Denkmal für die im Zweiten Weltkrieg gefallenen oder vermissten Angehörigen der alliierten Luftstreitkräfte (das sogenannte Air Forces Memorial) erinnert an Tausende von Fliegern, die kein Grab fanden.
  • Ein britisches Denkmal für John F. Kennedy wurde 1965 bei Runnymede errichtet und würdigt die Verbindung zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten sowie Kennedys Einsatz für Freiheit und internationale Zusammenarbeit.
  • Mehrere Gedenktafeln, Gärten und ein modernes Magna-Carta-Mahnmal erinnern vor Ort an die Ereignisse von 1215 und deren Bedeutung für Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte.

Natur, Umgebung und Besuch

Runnymede ist eine typische Flussaue mit offenen Wiesen, Ufergehölzen und Feuchtbereichen, die im Frühling und Sommer für Wildblumen, Vögel und andere Tierarten attraktiv ist. In der Nähe liegt die bekannte Ankerwycke-Eibe, ein sehr alter Baum, der mit Legenden um Eleanor von Aquitanien und der Magna Carta verbunden wird, sowie die Überreste einer alten Prioratskirche.

Der Ort ist leicht von London und dem Flughafen Heathrow aus zu erreichen und wird häufig mit Besuchen in Windsor oder am Themseufer kombiniert. Der National Trust bietet Informationspunkte, Wegweiser und gelegentlich Führungen oder Veranstaltungen — besonders zu Jahrestagen der Magna Carta. Für Besucher empfiehlt sich festes Schuhwerk bei feuchtem Wetter und Rücksichtnahme auf Weidevieh und Naturschutzgebiete.

Warum Runnymede besuchen?

  • Historische Bedeutung als Schauplatz der Magna Carta (1215).
  • Mehrere bedeutende Mahnmale, u. a. für Luftkriegsgedenkstellen und John F. Kennedy.
  • Schöne Landschaft an der Themse, geeignet für Spaziergänge und Naturbeobachtung.
  • Gute Kombination mit anderen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung wie Windsor.

Runnymede verbindet historische Erinnerung mit naturnaher Erholung und ist deshalb sowohl für Geschichteinteressierte als auch für Naturfreunde ein lohnendes Ausflugsziel.

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Runnymede

Die Kennedy-Schritte. Elf der 50 Stufen nach oben zum JFK Memorial.Zoom
Die Kennedy-Schritte. Elf der 50 Stufen nach oben zum JFK Memorial.

Das Denkmal der Magna Carta & Blick auf die 'medes'Zoom
Das Denkmal der Magna Carta & Blick auf die 'medes'

Luftwaffen-Gedenkstätte in RunnymedeZoom
Luftwaffen-Gedenkstätte in Runnymede

Geschichte

Der Name Runnymede kann von den angelsächsischen Begriffen "runieg" (reguläres Treffen) und "mede" (Met oder Wiese) abgeleitet werden, die einen Ort in den Wiesen beschreiben, an dem regelmäßige Treffen stattfinden. Der Witan, der Sächsische Rat, wurde während der Regierungszeit Alfreds des Großen von Zeit zu Zeit in Runnymede abgehalten. Der Rat tagte gewöhnlich unter freiem Himmel. Diese Tradition beeinflusste die Gründung des englischen Parlaments im 13.



Das Kennedy-Denkmal

Die Besucher erreichen die Gedenkstätte über einen steilen Pfad mit unregelmäßigen Granitstufen, die eine Pilgerfahrt symbolisieren sollen. Es gibt insgesamt 50 Stufen. Jede Stufe ist anders als alle anderen, wobei die gesamte Treppe aus 60.000 handgeschliffenen Granitblöcken besteht. Der Landschaftsarchitekt Geoffrey Jellicoe entwarf den Garten; der Bildhauer Alan Collins entwarf und meißelte die Steininschrift. Die Fläche des Geländes, auf der sich die Gedenkstätte befindet, wurde den Vereinigten Staaten von Amerika vom britischen Volk geschenkt. Es wird vom Kennedy Memorial Trust unterhalten, der auch Bildungsstipendien für britische Studenten zum Universitätsbesuch in den Vereinigten Staaten sponsert.

Der 7 Tonnen schwere Stein wurde 1968 während der Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg durch eine Bombe beschädigt und später vom Bildhauer repariert.





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