Eine Bandlücke, auch Bandgap oder Energielücke genannt, ist ein Energiebereich in einem Festkörper, in dem keine Elektronenzustände existieren können. Der Begriff wird in der Festkörperphysik und -chemie verwendet.

Bandlücken sind in Isolatoren und Halbleitern zu finden. In Diagrammen der elektronischen Bandstruktur von Festkörpern ist die Bandlücke die Energiedifferenz (in Elektronenvolt) zwischen der Oberseite des Valenzbandes und der Unterseite des Leitungsbandes. Dies ist die gleiche Energie, die benötigt wird, um ein Außenelektron aus seiner Umlaufbahn um den Kern zu befreien, damit es zu einem mobilen Ladungsträger wird. Das freie Elektron kann sich innerhalb des festen Materials frei bewegen. Die Bandlücke ist also ein wesentlicher Faktor, der die elektrische Leitfähigkeit eines Festkörpers bestimmt. Stoffe mit großen Bandlücken sind in der Regel Isolatoren, solche mit kleineren Bandlücken sind Halbleiter. Leiter haben entweder sehr kleine Bandlücken oder keine Bandlücke, wenn sich die Energieniveaus von Valenz- und Leitungsbändern überlappen.