Scordatura in der Musik ist eine Technik, bei der Spieler von Streichinstrumenten ihre Saiten auf andere Töne als eine normale Stimmung stimmen. Das Wort "Scordatura" ist ein italienisches Wort, das "Fehlstimmung" bedeutet. Es wurde für Lauten, Gitarren, Gamben und Instrumente der Geigenfamilie verwendet.
Die Verwendung einer Skordatur-Stimmung ließ das Instrument anders klingen. Ein Beispiel: Eine Saite, die auf einen etwas höheren Ton gestimmt ist, klingt lauter und heller, weil sie straffer gestimmt ist. Es muss darauf geachtet werden, dass sie nicht zu hoch gestimmt ist, da sie sonst brechen kann. Die Scordatura ermöglichte es auch, ungewöhnliche Akkorde oder Tonkombinationen im Saitenübergang zu spielen (wenn der Bogen schnell von einer Saite zur anderen bewegt wird).
Wenn ein Komponist für ein Instrument mit Skordaturstimmung schreibt, zeigt er am Anfang der Musik, auf welche Noten die Saiten gestimmt werden müssen. Die Musik wird dann nicht so geschrieben, wie sie klingt, sondern so, dass der Spieler sie so lesen kann, als ob das Instrument normal gespielt würde, z.B. wenn eine G-Saite auf Gis gestimmt ist und der Komponist ein Gis will, schreibt er einfach ein G, aber es klingt dann Gis.

