Ein Seamount ist ein Berg, der sich aus dem Meeresboden erhebt. Er reicht nicht bis an die Wasseroberfläche (Meeresspiegel) und ist daher keine Insel. Diese werden in der Regel aus unterseeischen Vulkanen gebildet. Sie sind in der Regel 1.000-4.000 Meter (3.000-13.000 ft) hoch über dem Meeresboden.

Die Gipfel befinden sich oft Hunderte bis Tausende von Metern unter der Oberfläche, ebenso wie in der Tiefsee. Es gibt schätzungsweise 100.000 Seamounts rund um den Globus, aber nur wenige davon sind untersucht worden. Seamounts gibt es in allen Formen und Größen und folgen einem charakteristischen Muster von Wachstum, Aktivität und Tod. In den letzten Jahren wurden mehrere aktive Seamounts beobachtet, zum Beispiel der Seamount Loihi in der Seamount-Kette Hawaiian-Emperor.

Seamounts sind eines der am häufigsten vorkommenden ozeanischen Ökosysteme der Welt. Die Wechselwirkungen zwischen Seamounts und Unterwasserströmungen und ihre erhöhte Position im Wasser ziehen Plankton, Korallen, Fische und Wale gleichermaßen an. Ihre Wirkung wurde von der kommerziellen Fischereiindustrie bemerkt, und viele Seamounts unterstützen eine extensive Fischerei. Es gibt Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen der Fischerei auf die Ökosysteme der Seamounts. Es gibt gut dokumentierte Fälle von Bestandsrückgang. 95% der ökologischen Schäden werden durch die Grundschleppnetzfischerei verursacht, die buchstäblich ganze Ökosysteme von den Seamounts abschabt.

Die meisten Seamounts sind noch nicht untersucht oder gar kartiert worden. Bathymetrie und Satellitenaltimetrie sind zwei Technologien, die zur Datenerhebung eingesetzt werden. Es hat Fälle gegeben, in denen Marineschiffe mit nicht kartographierten Seamounts kollidierten; der Seamount Muirfield ist beispielsweise nach dem Schiff benannt, das ihn 1973 angelaufen hat. Die grösste Gefahr von Seamounts sind jedoch Flankeneinstürze. Wenn sie älter werden, drückt der Wasserdruck Wasser in ihre Seiten und verursacht Erdrutsche, die massive Tsunamis verursachen können.