Seit den 1980er Jahren haben die Fraktionen der parlamentarischen Rechten ihre Kräfte um die Werte des Wirtschaftsliberalismus und des europäischen Aufbauwerks gebündelt. Ihre Rivalitäten hatten zu ihren Wahlniederlagen von 1981 und 1988 beigetragen. Deshalb sprachen sich einige Politiker für die Bildung einer Konföderation, einer Partei, aus.
Die UMP entstand aus der Fusion der gaullistisch-konservativen Kundgebung für die Republik (Rassemblement pour la République, RPR), der konservativ-liberalen liberalen Demokratie (Démocratie Libérale, DL) und einem Teil der zentristischen Union für französische Demokratie (Union pour la Démocratie Française, UDF). Zahlreiche Christdemokraten (wie Philippe Douste-Blazy und Jacques Barrot), die sozial-liberale Radikale Partei und die zentristische Volkspartei für die französische Demokratie (beide bis 2002 der UDF angeschlossen) traten der Partei bei.
Die Partei ist somit aus dem Zusammentreffen von vier großen politischen Traditionen Frankreichs hervorgegangen: Gaullismus, Liberalismus (Republikanismus), Christdemokratie (Popularismus) und Radikalismus.
Die UMP unterstützte generell die Politik von Präsident Jacques Chirac. Im Jahr 2004 zeigte die Partei jedoch zunehmend Anzeichen für ihre Unabhängigkeit. Die Unbeliebtheit bei der Wählerschaft von Jacques Chirac und der Regierung von Jean-Pierre Raffarin veranlasste die meisten Mitglieder der UMP, Nicolas Sarkozy, einen Rivalen Chiracs, zu unterstützen. Die Partei lehnte auch öffentlich die von Chirac vorgeschlagene Mitgliedschaft der Türkei in der EuropäischenUnion ab.
Der erste Präsident der UMP, Alain Juppé, ein enger Mitarbeiter von Jacques Chirac, trat am 15. Juli 2004 zurück. Am 29. November 2004 kündigte Nicolas Sarkozy an, dass er offiziell den Vorsitz der UMP übernehmen werde.
Bei den französischen Regionalwahlen 2004 erlitt die UMP einen schweren Schlag und sicherte sich nur 2 von 22 Regionen im französischen Mutterland und die Hälfte der Departements. Dies führte zum Sturz der Regierung von Jean-Pierre Raffarin (2001-04) und zur Bildung eines neuen Kabinetts unter dem Vorsitz eines weiteren UMP-Politikers, Dominique deVillepin.
Am 22. April 2007 gewann Nicolas Sarkozy die meisten Stimmen im ersten Wahlgang der Präsidentschaftswahlen 2007. Im zweiten Wahlgang traf er auf die sozialdemokratische Kandidatin Ségolène Royal. Am 6. Mai 2007 gewann er die Präsidentschaftswahlen mit 53,35% der Stimmen.