Der Weltozean bezeichnet die Gesamtheit aller miteinander verbundenen Meeresgebiete der Erde und fasst damit alle Ozeane als ein zusammenhängendes System auf.
Begriff und Einordnung
In der gebräuchlichen Einteilung spricht man von fünf großen Ozeanen: dem Atlantischen Ozean, dem Arktischen Ozean, dem Indischen Ozean, dem Pazifischen Ozean und dem vorgeschlagenen Südlichen Ozean (Südozean). Daneben wird oft der Ozean um die Antarktis besonders hervorgehoben.
Geographische Verbindungen
Die Vorstellung des Weltozeans betont, dass die großen Meeresbecken durch Meeresstraßen und Strömungen miteinander verbunden sind. Manche Beschreibungen sehen die großen Ozeane als Ränder oder Buchten eines im Süden zusammenlaufenden Systems. Eine bedeutende Verbindung zwischen Nord- und Westeuropa beziehungsweise Asien und Nordamerika bildet die Beringstraße, die den Arktischen Ozean mit dem Pazifik verbindet.
Die Ozeane im Überblick
- Südlicher Ozean: Der Ozean, der die Antarktis umgibt, wird in der Regel als der Bereich südlich des 60. Breitengrades definiert. Teile dieses Ozeans sind saisonal mit Meereis bedeckt. Er ist nach dem Pazifik und vor allem nach regionaler Zählweise einer der kleineren Ozeane.
- Atlantischer Ozean: Er erstreckt sich vom Südozean nach Norden zwischen Südamerika, Afrika, Nordamerika und Europa bis zum Arktischen Ozean. Südlich von Afrika geht der Atlantik am Kap Agulhas in den Indischen Ozean über.
- Indischer Ozean: Dieser Ozean reicht vom Südozean nach Norden bis zur Küste von Indien und liegt zwischen Afrika und Australien. Im Osten geht er bei Australien in den Pazifik über.
- Pazifischer Ozean: Der größte Ozean, der sich vom Südozean bis zum Arktischen Ozean erstreckt, liegt zwischen Australien, Asien, Nordamerika und Ozeanien. Im Süden trifft er bei Kap Hoorn auf den Atlantik.
- Arktischer Ozean: Der kleinste der fünf Ozeane umgibt die Polarregion um den Nordpol. Er verbindet sich bei Grönland und Island mit dem Atlantik und gelangt über die Beringstraße in den Pazifik. Der Arktische Ozean berührt Nordamerika (in der westlichen Hemisphäre) sowie Skandinavien und Teile Asiens (in der östlichen Hemisphäre). Aufgrund seiner meist von Land umgebenen Lage und des begrenzten Wasseraustauschs wird er gelegentlich als Meer des Atlantiks oder als arktisches Mittelmeer bezeichnet; in diesem Zusammenhang wird er auch einfach als Meer gewertet.
Wesentliche Merkmale
- Viele Ozeanflächen sind saisonal oder regional von Meereis bedeckt; Ausdehnung und Dicke variieren.
- Strömungssysteme und Meeresstraßen bestimmen den Austausch von Wasser, Wärme und Stoffen zwischen den Becken.
- Grenzen zwischen Ozeanen werden sowohl geographisch als auch institutionell (z. B. durch internationale Definitionen) unterschiedlich gezogen.
Veränderungen und langfristige Entwicklung
Die Form und die physikalischen Eigenschaften des Weltozeans sind nicht zeitlich konstant. Kurzfristig verändern Klimawandel und damit verbundene Temperatur- und Eisschmelzprozesse Meeresoberfläche, Strömungen und Ökosysteme. Langfristig führt die Kontinentaldrift zu einer langsamen Umgestaltung der Meeresbecken.

