Die Inseln sind arm, und die Wirtschaft ist in Schwierigkeiten. Die Sansibaris führen im Vergleich zum Festland ein hartes Leben. Im Jahr 2000 betrug das jährliche Pro-Kopf-Einkommen 220 US-Dollar.
Im Mai und Juni 2008 erlitt Sansibar einen schweren Ausfall seines Elektrizitätssystems, wodurch die Insel fast einen Monat lang ohne Strom blieb. Ein weiterer Stromausfall ereignete sich von Dezember 2009 bis März 2010 aufgrund eines Problems mit den Unterseekabeln und der lokalen Anlage. Dies führte zu einem ernsten und anhaltenden Schock für die fragile Wirtschaft der Insel, die stark vom ausländischen Tourismus abhängig ist.
Gewürznelken
Die Wirtschaft Sansibars basiert in erster Linie auf der Produktion von Gewürznelken (90% auf der Insel Pemba angebaut), dem wichtigsten Devisenbringer. Die Exporte haben unter dem Abschwung auf dem Nelkenmarkt gelitten.
Die ursprünglich von den Molukken (Indonesien) stammende Gewürznelke wurde in der ersten Hälfte des XIX. Jahrhunderts von den omanischen Sultanen nach Sansibar eingeführt. Sansibar, hauptsächlich die Insel Pemba, war einst der weltweit führende Nelkenproduzent, aber der jährliche Verkauf von Nelken ist seit den 1970er Jahren um 80% zurückgegangen. Sansibars Nelkenindustrie wurde durch einen schnelllebigen globalen Markt und internationalen Wettbewerb gelähmt.
Das gescheiterte Experiment Tansanias mit dem Sozialismus in den 1960er und 1970er Jahren, als die Regierung die Nelkenpreise und den Export kontrollierte, ist ebenfalls ein Faktor. Sansibar steht heute an dritter Stelle, wobei Indonesien 75% der Nelken weltweit liefert, verglichen mit 7% in Sansibar.
Andere Optionen
Sansibar exportiert Gewürze, Seetang und feines Raffiabast. Es hat auch eine große Fischerei- und Einbaumkanuproduktion.
Der Tourismus ist ein wichtiger Devisenbringer. In den letzten Jahren sind eine Reihe neuer Hotels und Resorts gebaut worden.
Die Regierung von Sansibar legalisierte Devisenbüros auf den Inseln. Dadurch wurde die Verfügbarkeit von Konsumgütern erhöht. Die Regierung hat auch ein Freihafengebiet eingerichtet. Dadurch werden Handel und unterstützende Dienstleistungen gefördert. Es gibt ein Verwaltungssystem für den Reexport von Waren.
Es besteht auch die Möglichkeit der Ölförderung in Sansibar auf der Insel Pemba. Öl würde dazu beitragen, die Wirtschaft Sansibars anzukurbeln, aber es gab Meinungsverschiedenheiten über Dividenden zwischen dem tansanischen Festland und Sansibar, wobei letzteres behauptet, das Öl solle in Unionsangelegenheiten ausgeschlossen werden. Ein norwegischer Berater wurde nach Sansibar entsandt, um dessen Ölpotential zu untersuchen. []