Die Afrikanische Platte ist eine wichtige tektonische Platte. Sie umfasst einen Großteil des afrikanischen Kontinents sowie die ozeanische Kruste, die zwischen dem Kontinent und verschiedenen umgebenden Ozeanrücken liegt. Da der afrikanische Kontinent sowohl die afrikanische als auch die somalische Platte umfasst, wird die Afrikanische Platte in der Literatur zur Unterscheidung vom Kontinent als Ganzem als Nubische Platte bezeichnet.

Vor 60 Millionen Jahren (mya) bis 10 mya begann die Somali-Platte entlang des ostafrikanischen Grabens von der afrikanischen Platte abzurutschen.

Eine Hypothese legt eine Mantelfahne unter der Afar-Region nahe. Eine andere Hypothese legt nahe, dass der Riss nur eine Schwächezone ist, da sich die Platten im Osten nach Norden bewegen.

Die Geschwindigkeit der Afrikanischen Platte beträgt etwa 2,15 cm (0,85 in) pro Jahr. Sie hat sich in den letzten etwa 100 Millionen Jahren in eine allgemeine nordöstliche Richtung bewegt. Dadurch rückt sie näher an die Eurasische Platte heran. Eine Subduktion findet dort statt, wo die ozeanische Kruste auf die kontinentale Kruste trifft (in Teilen des zentralen und östlichen Mittelmeers).

Entlang ihres nordöstlichen Randes wird die Afrikanische Platte durch den Riss im Roten Meer begrenzt, wo sich die Arabische Platte von der Afrikanischen Platte entfernt.

Die afrikanische, somalische und arabische Platte gehörten einst alle zum großen südlichen Superkontinent Gondwana, ebenso wie der indische Subkontinent.