Standardbericht über vulkanische Aktivität
Die meisten Vulkane lassen sich durch die Kollision oder das Auseinanderbrechen von Kontinentalplatten erklären. Dies erklärt die langen Gebirgsketten mit vielen Vulkanen, wie z.B. den westlichen Rand Amerikas. Es erklärt auch die riesigen Rift-Täler wie das ostafrikanische Rift Valley. Die meisten Geowissenschaftler akzeptieren, dass die Ursache für diese großartigen Merkmale die Plattentektonik ist.
Das Problem entsteht bei Vulkanen, die nicht an den Rändern von Platten liegen. In den Vereinigten Staaten ist die Yellowstone-Kaldera offensichtlich aktiv. Sie hat Geysire, die durch die konstante geothermische Energieaktivität verursacht werden, und der Kraterboden bewegt sich in wenigen Jahren bis zu 50 Meter auf und ab. Der Pazifische Ozean hat sechs oder sieben Inselketten, die durch vulkanische Aktivität entstanden sind. Die meisten davon lassen sich nicht einfach so erklären, dass sie sich am Rand von zwei oder drei Platten befinden.
Hotspot-Theorie
J. Tuzo Wilson schlug 1963 vor, dass vulkanische Ketten wie die Hawaii-Inseln aus der langsamen Bewegung einer tektonischen Platte über einen festen Hot Spot tief unter der Oberfläche des Planeten resultieren. Man geht davon aus, dass Hotspots durch einen schmalen Strom von heißem Mantel verursacht werden, der von der Erdmantelkern-Mantel-Grenze aufsteigt und als Mantelfahne bezeichnet wird.
Andere Geologen sind der Meinung, dass es nicht die hohe Temperatur ist, die den Vulkanismus verursacht. Sie glauben, dass die lithosphärische Ausdehnung (Dehnung der Erdkruste) Schmelze aus geringer Tiefe aufsteigen lässt.
Geologen haben etwa 40-50 solcher Hotspots rund um den Globus identifiziert. Diejenigen unter Hawaii, Réunion, Yellowstone und den Galápagos-Inseln sind derzeit am aktivsten.