Carl Erich Correns (10. September 1864 - 14. Februar 1933) war ein deutscher Botaniker und Genetiker. Seine Forschungen zur Vererbung führten zu seiner Wiederentdeckung von Gregor Mendels früheren Arbeiten.
Hugo de Vries entdeckte auch - unabhängig davon - Gregor Mendels Arbeit über Genetik wieder. Der Status von Erich von Tschermak als dritter Wiederentdecker ist nun weniger überzeugend.
Correns züchtete Hybriden aus Erbsen und Mais und erreichte 1899 die gleiche Interpretation wie Mendel.
Das Auftreten von Fällen, in denen die Heterozygote intermediär ist (das Fehlen einer Dominanz), wurde in einer Fußnote zu seiner Arbeit von 1900 hinzugefügt. Dass eine Dominanz nicht immer vorhanden war, hatte Mendel laut seinen Briefen an Nägeli gesehen und verstanden. Aus einer Laune der Geschichte heraus war Correns ein Schüler von Nägeli, einem berühmten Botaniker, mit dem Mendel über seine Arbeit mit Erbsen korrespondierte. Nägeli verstand nicht, wie bedeutend Mendels Werk war.
1913 wurde Correns der erste Direktor des neu gegründeten Kaiser-Wilhelm-Instituts für Biologie in Berlin-Dahlem.

