Cyanide sind Chemikalien, die die Cyano-Gruppe enthalten C≡N. Organische Verbindungen, die die CN-Gruppe enthalten, werden als Nitrile bezeichnet. In dieser Gruppe hat ein Kohlenstoffatom drei chemische Bindungen zu einem Stickstoffatom. Die Gruppe kommt in vielen Substanzen vor. Diejenigen Stoffe, die die Verbindung CN freisetzen können, sind hochgiftig.

Bestimmte Bakterien, Pilze und Algen sind in der Lage, Cyanide zu produzieren. Cyanide kommen auch in bestimmten Nahrungsmitteln oder Pflanzen, wie Maniok, vor. Die Cyanide dienen als Abwehr gegen den Verzehr durch Pflanzenfresser.

In der Volkskultur gelten Cyanide als hochgiftig. Es gibt einige Cyanide, die es sind, aber andere, die es nicht sind. Preussenblau, eine Zyanidverbindung, wird z.B. bei Vergiftungen mit Thallium und Cäsium eingesetzt.

Die genannten Gifte sind in der Regel Blausäure (HCN) und die ihr ähnlichen Chemikalien wie Kaliumcyanid (KCN) und Natriumcyanid (NaCN). Sie sind Derivate von Blausäure. Die gefährlichste Verbindung ist Cyanwasserstoff, der gasförmig ist und durch Einatmen tödlich wirkt.

Gegenmittel

Hydroxocobalamin reagiert mit Cyanid unter Bildung von Cyanocobalamin, das von den Nieren sicher ausgeschieden werden kann. Dieses Antidotkit wird unter dem Markennamen Cyanokit verkauft und wurde 2006 von der amerikanischen FDA zugelassen.