Entartete Kunst (deutsch: entartete Kunst) war der Begriff, mit dem das Nazi-Regime in Deutschland fast die gesamte moderne Kunst bezeichnete. Die Nazis verboten die Kunst, weil sie sagten, sie sei undeutsch, jüdisch oder bolschewistisch. Künstler, die als entartet bezeichnet wurden, wurden durch die Gesetze bestraft. Sie durften nicht unterrichten, sie durften ihre Kunst weder zeigen noch verkaufen, und einigen wurde sogar verboten, überhaupt Kunst zu schaffen.

Entartete Kunst wurde auch als Name für eine Ausstellung verwendet, die 1937 von den Nazis in München veranstaltet wurde. Die Ausstellung bestand aus modernen Kunstwerken, die schlecht ausgestellt waren, mit Textetiketten, die sich über die Kunst lustig machten. Dies sollte die Menschen dazu bringen, den Modernismus zu hassen. Die Ausstellung reiste in mehrere andere Städte in Deutschland und Österreich.

Während moderne Kunststile nicht erlaubt waren, mochten die Nazis Gemälde und Skulpturen, die sehr traditionell und altmodisch waren. Sie waren der Meinung, dass die Kunst die nationalsozialistischen Vorstellungen von den "Blut und Boden"-Werten Rassenreinheit, Militarismus und Gehorsam verherrlichen sollte. Auch von der Musik wurde erwartet, dass sie klanglich und frei von jeglichen Jazz-Einflüssen sei; Filme und Theaterstücke wurden zensiert. Die Zensur wurde vom Ministerium für öffentliche Aufklärung und Propaganda durchgeführt.