Ehemalige Provinz Havanna (1976–2010): Aufteilung in Artemisa & Mayabeque

Ehemalige Provinz Havanna (1976–2010): Geschichte, Geografie und Wirtschaft vor der Teilung 2011 in Artemisa & Mayabeque — Städte, Landwirtschaft, Küsten und Industrie.

Autor: Leandro Alegsa

Die Provinz Havanna, (Spanisch - Provincia de la Habana), Kuba, ist eine ehemalige Provinz Kubas. Am 1. Januar 2011 wurde sie in zwei neue Provinzen aufgeteilt - die Provinz Artemisa und die Provinz Mayabeque.

Die Hauptstadt Havanna ist eine separate Provinz, die von der Provinz Havanna umgeben ist. In der Volkszählung von 2002 zählte sie 711 066 Einwohner. Die größte Stadt ist die Stadt Artemisa mit 75.000 Einwohnern im Jahr 2003. Die zweitgrößte Stadt ist Güines (70.000).

Die Provinz Havanna hatte Grenzen mit der Stadt Havanna, Pinar del Rio und Matanzas. Sie hat Küsten im Süden und Norden und verfügt über Dutzende von Städten und ein paar kleine Städte, die zu den 20 bis 40 größten der Insel zählen.

An der Südküste der Provinz gibt es viele Sümpfe und Feuchtgebiete.

Die meisten landwirtschaftlichen Betriebe der Provinz betreiben Viehzucht und bauen Nahrungsmittel an, vor allem Kartoffeln und Obst. Anders als in weiten Teilen Kubas spielen Zucker und Tabak in der Wirtschaft der Provinz nur eine geringe Rolle. Die Provinz ist auch stark industrialisiert, mit vielen Elektrizitätswerken und Zuckerfabriken.

Geographie und Landschaft

Die ehemalige Provinz erstreckte sich ringförmig um die Hauptstadtstadt Havanna und vereinigt unterschiedliche Landschaftstypen: flache Küstenebenen im Norden mit Stränden und Küstenlagunen, fruchtbare Binnenflächen für die Landwirtschaft sowie ausgedehnte Feuchtgebiete und Sümpfe an der Südküste. Diese Feuchtgebiete haben ökologisch eine hohe Bedeutung als Lebensraum für zahlreiche Vogelarten und andere Wildtiere und dienen zudem als natürliche Pufferzonen gegen Überschwemmungen.

Verwaltung und Siedlungsstruktur

Vor der Aufteilung 2011 setzte sich die Provinz aus vielen Klein- und Mittelstädten sowie zahlreichen Landgemeinden zusammen. Viele Orte fungierten als Pendlerzentren für Beschäftigte, die in die Hauptstadt Havanna oder in nahegelegene Industriebetriebe pendelten. Die Struktur war stark durch städtische Peripherie und landwirtschaftlich geprägte Zone geprägt.

Bevölkerung

Die Bevölkerungsverteilung war durch eine Mischung aus städtischen Ballungsräumen und ländlichen Regionen gekennzeichnet. Einige Städte wuchsen als Vororte von Havanna; andere blieben kleine regionale Zentren mit lokalem Dienstleistungs-, Handels- und Landwirtschaftsangebot. Die genannten Einwohnerzahlen (z. B. 711 066 in der Volkszählung 2002) geben einen Eindruck von der Größenordnung, wirkten sich aber regional sehr unterschiedlich aus.

Wirtschaft

Die Wirtschaft der Provinz basierte auf mehreren Säulen:

  • Landwirtschaft: Schwerpunkt auf Viehzucht und dem Anbau von Nahrungsmitteln wie Kartoffeln und verschiedenen Obstsorten.
  • Industrie: Vorhandensein von Elektrizitätswerken, Zuckerfabriken und weiteren verarbeitenden Betrieben.
  • Dienstleistungen und Handel: Lokale Märkte, Transportdienste und kleine Handwerksbetriebe, die die städtische und ländliche Bevölkerung versorgten.

Im Unterschied zu anderen Regionen Kubas spielte der großflächige Anbau von Zuckerrohr und Tabak nur eine untergeordnete Rolle.

Verkehr und Infrastruktur

Die Provinz war durch ein Netz von Straßen und Eisenbahnverbindungen gut an die Hauptstadt sowie an benachbarte Provinzen angebunden. Viele Hauptstraßen führten von den ländlichen Gebieten zu den urbanen Zentren und zum See- und Schiffsverkehr entlang der Küste. Diese Infrastruktur war wichtig für den Transport landwirtschaftlicher Erzeugnisse und für Pendlerströme in die Metropolregion Havanna.

Umwelt- und Naturschutz

Die Feuchtgebiete im Süden sind ökologisch sensibel. Sie stehen teilweise unter Schutz oder werden als wichtige Ökosysteme angesehen, die den Wasserhaushalt regulieren, Lebensraum für Vögel bieten und Küstenlinien stabilisieren. Durch intensive Landwirtschaft und Besiedlung bestand jedoch lokal Druck auf diese Gebiete, sodass Schutzmaßnahmen und nachhaltige Nutzungskonzepte wichtig waren.

Aufteilung 2011: Gründe und Folgen

Die Entscheidung, die Provinz Havanna zum 1. Januar 2011 in die Provinzen Artemisa und Mayabeque aufzuteilen, war Teil einer landesweiten Verwaltungsreform. Ziel dieser Reform war es, die regionale Verwaltung zu verkleinern und effizienter zu gestalten, die lokale Entwicklung zu fördern und Verwaltungsaufgaben näher an die Bevölkerung heranzuführen. Als Folge entstanden zwei kleinere Verwaltungseinheiten mit eigenen Gouverneuren und regionalen Behörden, die spezifischer auf lokale Bedürfnisse eingehen sollten. Die Stadt Havanna blieb weiterhin als eigene, von der Provinz unabhängige Verwaltungseinheit bestehen.

Insgesamt war die ehemalige Provinz Havanna ein vielfältiges Gebiet mit starker Verbindung zur Metropole Havanna, einer gemischten Wirtschaftsstruktur und zahlreichen ökologisch wertvollen Bereichen. Die Aufteilung in Artemisa und Mayabeque sollte die regionale Entwicklung gezielter unterstützen und die Verwaltungsarbeit vor Ort verbessern.

Fragen und Antworten

F: Was ist die Provinz Havanna?


A: Die Provinz Havanna ist eine ehemalige kubanische Provinz, die am 1. Januar 2011 in zwei neue Provinzen aufgeteilt wurde - die Provinz Artemisa und die Provinz Mayabeque.

F: Wie hoch ist die Einwohnerzahl der Provinz Havanna?


A: Die Bevölkerung der Provinz Havanna betrug bei der Volkszählung 2002 711 066 Personen.

F: Welches sind die größten Städte in der Provinz Havanna?


A: Die größte Stadt in der Provinz Havanna ist Artemisa mit 75.000 Einwohnern im Jahr 2003, gefolgt von Güines (70.000).

F: Wo liegen die Grenzen der Provinz Havanna?


A: Die Grenzen der Provinz Havanna umfassen die Stadt Havanna, Pinar del Rio und Matanzas. Sie hat Küsten im Süden und Norden und verfügt über Dutzende von Dörfern und ein paar kleine Städte, die zu den 20 bis 40 größten der Insel gehören.

F: Welche Art von Landwirtschaft findet in der Provinz Havanna statt?


A: Die meisten Bauernhöfe in der Provinz Havanna züchten Vieh und bauen Nahrungsmittel wie Kartoffeln und Obst an. Zucker und Tabak spielen nur eine kleine Rolle in der Wirtschaft.

F: Gibt es in dieser Provinz eine Industrialisierung?


A: Ja, in dieser Provinz gibt es eine starke Industrialisierung mit vielen Elektrizitätswerken und Zuckermühlen.

F: Gibt es in der Nähe dieses Gebiets Feuchtgebiete oder Sümpfe?



A: Ja, es gibt viele Sümpfe und Feuchtgebiete entlang der Südküste.


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