Herz

Das Herz ist ein Organ, das in jedem Wirbeltier vorkommt. Es ist ein sehr starker Muskel. Beim Menschen befindet es sich auf der linken Seite des Körpers und hat etwa die Größe einer Faust. Es pumpt Blut durch den Körper. Es hat regelmäßige Kontraktionen, oder wenn das Herz das Blut in andere Körperteile drückt.

Herz und Kardio bedeuten beide "über das Herz", wenn also etwas die Vorsilbe Kardio oder Herz hat, hat es etwas mit dem Herzen zu tun.

Myocardium bedeutet Herzmuskel: 'myo' kommt vom griechischen Wort für Muskel - 'mys', cardium kommt vom griechischen Wort für Herz - 'kardia'.

Struktur

Das menschliche Herz hat vier Kammern oder geschlossene Räume. Einige Tiere haben nur zwei oder drei Kammern.

Beim Menschen sind die vier Kammern zwei Vorhöfe und zwei Ventrikel. Bei den Vorhöfen handelt es sich um zwei Kammern, beim Atrium um eine Kammer. Es gibt einen rechten Vorhof und einen rechten Ventrikel. Diese erhalten Blut, das zum Herzen gelangt. Sie pumpen dieses Blut in die Lungen. In den Lungen nimmt das Blut Sauerstoff auf und senkt Kohlendioxid ab. Das Blut aus den Lungen gelangt in den linken Vorhof und die linke Herzkammer. Der linke Vorhof und die linke Herzkammer leiten das Blut in den Körper ab. Der linke Ventrikel arbeitet sechsmal härter als der rechte Ventrikel, da er sauerstoffreiches Blut führt.

Blut wird in Blutgefäßen transportiert. Dies sind Arterien und Venen. Blut, das zum Herzen geht, wird in den Venen transportiert. Blut, das vom Herzen weggeht, wird in den Arterien transportiert. Die Hauptarterie, die aus der rechten Herzkammer herausführt, ist die Lungenarterie. (Pulmonal bedeutet über die Lunge.) Die Hauptarterie, die aus der linken Herzkammer herausführt, ist die Aorta.

Die Venen, die in den rechten Vorhof führen, sind die obere Hohlvene und die untere Hohlvene. Diese bringen das Blut aus dem Körper zum rechten Herzen. Die Venen, die in den linken Vorhof münden, sind die Lungenvenen. Sie bringen Blut von den Lungen zum linken Herzen.

Wenn das Blut von den Vorhöfen in die Ventrikel fließt, geht es durch die Herzklappen. Wenn das Blut aus den Ventrikeln austritt, geht es durch Herzklappen. Die Klappen sorgen dafür, dass das Blut nur einen Weg hinein oder heraus nimmt.

Die vier Klappen des Herzens sind:

  • Atrien zu Ventrikelklappen
    • Trikuspidalklappe - Blut geht vom rechten Vorhof zum rechten Ventrikel
    • Mitralklappe - Blut geht vom linken Vorhof zum linken Ventrikel
  • Ventrikel zu Arterien
    • Pulmonalklappe - Blut geht aus dem rechten Ventrikel in die Lunge (durch die Pulmonalarterie)
    • Aortenklappe - Blut geht aus der linken Herzkammer in den Körper (durch die Aorta)

Das Herz hat drei Schichten. Die äußere Hülle ist der Herzbeutel. Dies ist ein zäher Sack, der das Herz umgibt. Die mittlere Schicht ist der Herzmuskel. Dies ist der Herzmuskel. Die innere Schicht ist das Endokard. Dies ist die dünne glatte Auskleidung der Herzkammern.

Struktur des Herzens: Pfeile zeigen die Richtung des Blutflusses an.
Struktur des Herzens: Pfeile zeigen die Richtung des Blutflusses an.

Herzzyklus

Ein Herzschlag liegt vor, wenn sich der Herzmuskel zusammenzieht. Das bedeutet, dass sich das Herz nach innen drückt und dadurch die Kammern verkleinert werden. Dadurch wird Blut aus dem Herzen heraus und in die Blutgefässe gedrückt. Nachdem sich das Herz kontrahiert und nach innen drückt, entspannt sich der Muskel oder hört auf, nach innen zu drücken. Die Kammern werden größer, und das zum Herzen zurückkehrende Blut füllt sie wieder auf.

Wenn sich der Herzmuskel zusammenzieht (eindrückt), spricht man von einer Systole. Wenn sich der Herzmuskel entspannt (aufhört, sich nach innen zu drücken), spricht man von einer Diastole. Beide Vorhöfe machen zusammen eine Systole. Beide Ventrikel führen die Systole gemeinsam durch. Die Vorhöfe systolisieren jedoch vor den Kammern. Auch wenn die Vorhofsystole vor der Ventrikelsystole liegt, diastolisieren alle vier Kammern gleichzeitig. Dies wird als kardiale Diastole bezeichnet.

Die Reihenfolge lautet: atriale Systole → ventrikuläre Systole → kardiale Diastole. Wenn dies einmal passiert, spricht man von einem Herzzyklus.

Blutfluss durch die Herzklappen
Blutfluss durch die Herzklappen

Herzschrittmacher

Die Systole (wenn das Herz drückt) entsteht, weil die Muskelzellen des Herzens kleiner werden. Wenn sie kleiner werden, sagen wir auch, dass sie sich zusammenziehen. Elektrizität, die durch das Herz fließt, lässt die Zellen kontrahieren. Die Elektrizität beginnt im Sinusknoten (Abkürzung SA-Knoten). Der SA-Knoten ist eine Gruppe von Zellen in den rechten Vorhöfen. Diese Zellen lösen einen elektrischen Impuls aus. Dieser elektrische Impuls bestimmt die Frequenz und den Zeitpunkt, zu dem alle Herzmuskelzellen kontrahieren. Diese Bewegung wird als 'atriale Systole' bezeichnet. Sobald der elektrische Impuls durch den atrio-ventrikulären Knoten (AV-Knoten) geht. Der AV-Knoten bewirkt eine Verlangsamung des Impulses. Durch die Verlangsamung gelangen die elektrischen Impulse später zu den Ventrikeln. Dadurch tritt die Ventrikelsystole nach der Vorhofsystole auf und lässt das gesamte Blut die Vorhöfe verlassen, bevor sich der Ventrikel zusammenzieht (d.h. drückt).

Nachdem der elektrische Impuls den AV-Knoten durchlaufen hat, geht der elektrische Impuls durch das Leitungssystem des Ventrikels. Konduktion bedeutet, dass Wärme oder Elektrizität durch etwas hindurchgeht. Dadurch gelangt der elektrische Impuls zu den Ventrikeln. Der erste Teil des Reizleitungssystems ist das His-Bündel. His ist nach dem Arzt (Wilhelm His, Jr.) benannt, der es entdeckt hat. Bündel bedeutet Stränge oder Drähte, die parallel zueinander gruppiert sind. Sobald das Bündel (d.h. eine Gruppe von Strängen oder Drähten, die in parallelen Richtungen verlaufen) den Ventrikelmuskel durchläuft, teilt es sich in zwei Bündelzweige, den linken Bündelzweig und den rechten Bündelzweig. Der linke Bündelast wandert zum linken Ventrikel und der rechte Bündelast zum rechten Ventrikel. Am Ende der Bündelzweige geht der elektrische Impuls durch die Purkinje-Fasern in den Ventrikelmuskel. Dadurch kommt es zu einer Ventrikelkontraktion und zu einer Ventrikelsystole.

Die Reihenfolge ist: Sino-Vorhof-Knoten → Vorhöfe (Systole) → Atrio-Ventrikel-Knoten → Bündel seiner → Bündelzweige → Purkinje-Fasern → Ventrikel (Systole)

EKG

EKG ist ein Akronym für ElectroCardioGram. Es wird auch auf Deutsch EKG für ElectroKardioGram geschrieben. Das EKG zeigt, was die Elektrizität im Herzen tut. Ein EKG wird durchgeführt, indem man Elektroden auf die Haut einer Person legt. Die Elektroden zeigen, wie die Elektrizität durch das Herz fließt. Dies wird von einer Maschine auf Papier geschrieben. Diese Schrift auf dem Papier ist das EKG.

Ärzte lernen das Herz einer Person kennen, indem sie sich das EKG ansehen. Das EKG zeigt einige Erkrankungen des Herzens wie Herzinfarkte oder Probleme mit dem Herzrhythmus (wie die Elektrizität durch das Herzleitungssystem fließt).

Das EKG zeigt eine atriale Systole. Dies wird als P-Welle bezeichnet. Dann tritt eine ventrikuläre Systole auf. Dies wird als QRS oder QRS-Komplex bezeichnet. Man nennt ihn einen Komplex, weil er drei verschiedene Wellen enthält. Die Q-Welle, die R-Welle und die S-Welle. Dann zeigt das EKG die ventrikuläre Diastole. Dies wird die T-Welle genannt. Die Atriale Diastole tritt dann auch auf. Aber sie wird nicht getrennt von der ventrikulären Diastole gesehen.

Das PR-Interval ist der Raum zwischen Vorhofsystole (P) und Ventrikelsystole (QRS). Die QT-Interval ist der Zeitraum zwischen dem Beginn des QRS und dem Ende des T. Das ST-Segment ist der Raum zwischen dem QRS und T.

EKG - Elektrokardiogramm
EKG - Elektrokardiogramm

EKG "Rhythm Strip" - Jeder QRS ist ein Herzschlag
EKG "Rhythm Strip" - Jeder QRS ist ein Herzschlag


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