Hurrikan Floyd war der einzige Hurrikan, der während der atlantischen Hurrikansaison 1987 in den Vereinigten Staaten gelandet ist. Es war der letzte von sieben tropischen Stürmen und drei Hurrikanen. Floyd entwickelte sich am 9. Oktober unmittelbar vor der Ostküste Nicaraguas. Danach entwickelte er sich zu einem Tropensturm. Danach zog er nordwärts und überquerte den Westen Kubas. Da sich eine Kaltfront näherte, drehte Floyd plötzlich nach Nordosten. Spät am 12. Oktober wurde er in der Nähe der Florida Keys zu einem Hurrikan. Er zog durch den Süden Floridas. Er verursachte zwei Tornados und richtete einige Schäden an. Der Hurrikan verursachte auch Rissfluten. Dabei kam eine Person im Süden von Texas ums Leben. Floyd war nur zwölf Stunden lang ein Hurrikan. Danach wurde er wegen der Kaltfront schwach. Er zog über die Bahamas hinweg, bevor er außertropisch wurde. Er löste sich am 14. Oktober auf.
Entwicklung und Verlauf
Floyd begann als tropische Störung vor der Küste Nicaraguas und organisierte sich in den Tagen um den 9. Oktober. Im weiteren Verlauf verstärkte er sich zunächst zu einem Tropensturm und zog nordwärts über die westlichen Teile Kubas. Der Einfluss einer herannahenden Kaltfront veränderte seine Zugbahn nachhaltig: der Sturm knickte nach Nordosten ab und erreichte spät am 12. Oktober vor den Florida Keys kurzzeitig Hurrikanstärke. Nur rund zwölf Stunden hielt Floyd diese Intensität, bevor er durch den Kontakt mit der Front wieder abschwächte und in ein außertropisches System überging. Am 14. Oktober zerfiel das System schließlich vollständig.
Auswirkungen
In Südflorida führte Floyd zu starken Winden, heftigem Regen und lokalen Überflutungen, dazu traten zwei Tornados auf, die örtlich Sachschäden verursachten. An den Küsten kam es zu Rissfluten und erhöhtem Wellengang, was zu Strandabbrüchen und lokalen Schäden an Infrastruktur führte. In niedrig gelegenen Gebieten und in Küstennähe trat stehendes Wasser auf; Stromausfälle und Behinderungen im Verkehr wurden gemeldet. Im weiteren Verlauf wirkten die Ausläufer des Sturms auch auf die Bahamas, bevor der Sturm seine tropische Struktur verlor. Im Zusammenhang mit Floyd kam eine Person im Süden von Texas ums Leben. Insgesamt blieben die Schäden im Vergleich zu schweren Hurrikanen moderat, da Floyd nur kurzzeitig Hurrikanstärke erreichte.
Folgen und Bedeutung
Floyd war ein Beispiel dafür, wie schnell tropische Systeme ihre Zugbahn und Intensität unter dem Einfluss extratropischer Wetterlagen ändern können. Für die betroffenen Regionen bedeutete dies, dass trotz relativ kurzer Phase als Hurrikan Vorbereitungen und Warnungen notwendig waren, insbesondere wegen Sturmflutgefahr, Starkregen und möglichen Tornados. Für die Statistik der Saison 1987 bleibt Floyd der einzige Hurrikan, der die Vereinigten Staaten traf, und er trug zur Bewertung der Gefahren bei kurzlebigen Sturmsystemen bei.
Hinweis: Diese Zusammenfassung fasst die wichtigsten meteorologischen Eckdaten und Folgen von Hurrikan Floyd (Oktober 1987) in allgemein verständlicher Form zusammen.


