Ein Eisriese ist ein riesiger Planet, der hauptsächlich aus Elementen besteht, die schwerer sind als Wasserstoff und Helium, wie Sauerstoff, Kohlenstoff, Stickstoff und Schwefel. Es gibt zwei bekannte Eisriesen im Sonnensystem, Uranus und Neptun.

In der Astrophysik und den Planetenwissenschaften bezieht sich der Begriff "Eis" auf flüchtige chemische Verbindungen mit Gefrierpunkten über etwa 100 K (-280 °F; -173 °C), wie z.B. Wasser, Ammoniak oder Methan, mit Gefrierpunkten von 273, 195 bzw. 91 K (31,7, -108,7 und -295,9 °F; -0,1, -78,1 und -182,2 °C).

In den 1990er Jahren wurde erkannt, dass Uranus und Neptun eine eigene Klasse von Riesenplaneten darstellen, die von den anderen Riesenplaneten Jupiter und Saturn getrennt sind. Sie sind als Eisriesen bekannt geworden. Ihre Bestandteile waren fest, als die Planeten während ihrer Entstehung aneinander geklebt wurden. Heute liegt nur noch wenig Wasser in Uranus und Neptun in Form von Eis vor. Stattdessen ist das Wasser bei den Temperaturen und Drücken in ihrem Inneren eine überkritische Flüssigkeit.

Eisriesen bestehen nur zu etwa 20% aus Wasserstoff und Helium, im Gegensatz zu den Gasriesen des Sonnensystems, Jupiter und Saturn, die beide zu mehr als 90% aus Wasserstoff und Helium bestehen.