Ein Ligand ist eine biochemische Substanz. Seine Funktion besteht darin, an ein biologisches Molekül zu binden und das Molekül dazu zu bringen, eine Funktion zu erfüllen. Die Ligandenbindung verändert die Form des Rezeptorproteins. Dadurch ändert sich das Verhalten des Proteins.

Im engeren Sinne ist es ein signalauslösendes Molekül, das an eine Stelle auf einem Zielprotein bindet.

Die Bindung erfolgt durch intermolekulare Kräfte, wie z.B. Ionenbindungen, Wasserstoffbrückenbindungen und van der Waals-Kräfte. Das Andocken (Assoziation) ist in der Regel reversibel (Dissoziation).

Zu den Liganden gehören Substrate, Inhibitoren, Aktivatoren und Neurotransmitter. Die Neigung oder Stärke der Bindung wird Affinität genannt.