Ein Mahasiddha (Sanskrit: maha - großer, siddha - Überflieger) ist eine im Tantra wichtige Art von Yogi. Man findet sie sowohl im Hinduismus als auch im tibetischen Buddhismus. Sie sind mit ungewöhnlichen Denkweisen und mit den höchsten Ebenen der spirituellen Erleuchtung verbunden. Sie unterscheiden sich sehr von den Arhats, den Heiligen, die die Welt aufgaben, um die Buddhaschaft zu erlangen.

Die Mahasiddhas sind wirkliche Menschen, die durch ihre spirituelle Praxis magische Kräfte erworben haben. Ein Mahasiddha ist ein Bodhisattva, jemand, der ins Nirwana eintreten kann, wann immer er will, sich aber stattdessen dafür entscheidet, in Samsara zu bleiben, um anderen zu helfen.

Sowohl in der hinduistischen als auch in der tibetisch-buddhistischen Tradition gibt es 85 Mahasiddhas. Die Listen sind nicht alle gleich, aber es gibt viele Mahasiddhas, die auf den meisten Listen erscheinen. In der tibetisch-buddhistischen Kunst werden sie oft zusammen in Gemälden gezeigt, zum Beispiel an der Grenze eines Thanka.