Der Marsupiallöwe, Thylacoleo, ist ein ausgestorbenes fleischfressendes Beuteltier, das vor 1.600.000 bis 46.000 Jahren in Australien lebte. Er war der größte fleischfressende Marsupial-Löwe, der in Australien gelebt hat. Fossile Überreste auf der trockenen Nullarbor Plain zeigen, dass der Mensch und der Klimawandel wahrscheinlich das Aussterben der australischen Megafauna vor etwa 45.000 Jahren verursacht haben.

Das Tier war robust mit kräftig gebauten Kiefern und sehr starken Vordergliedmaßen. Es hatte einziehbare Krallen, einzigartig unter den Beuteltieren. Dadurch blieben die Krallen scharf und schützten sie vor Abnutzung beim Gehen. Die Klauen eigneten sich gut zum Festhalten der Beute und zum Klettern auf Bäume. Die ersten Finger ("Daumen") an jeder Hand waren halb-oppositionierbar und trugen eine vergrößerte Kralle. Paläontologen glauben, dass diese zum Greifen der Beute verwendet worden wäre und einen sicheren Halt auf Baumstämmen und Ästen bot. Die Hinterfüße hatten vier funktionsfähige Zehen, wobei das erste Glied stark verkleinert war, aber ein aufgerauhtes Polster besaß, das dem der Opossums ähnelte. Es könnte beim Klettern geholfen haben. Es ist unklar, ob der Beuteltierlöwe Syndaktylie (verschmolzene zweite und dritte Zehen) wie andere Diprotodonten hatte.

Es hatte starke Krallen und sehr kräftige Kiefer. Biologen schätzen, dass es den kräftigsten Biss aller Säugetiere hatte, ob lebend oder ausgestorben. Es war in der Lage, Tiere wie das Riesenkänguru und den Riesenwombat zu jagen, aber sein großer Kiefer hätte es ihm schwer gemacht, kleine Tiere zu jagen und zu töten. Der Beuteltierlöwe konnte bis zu 130 kg (287 lb) wiegen. Er war etwa 1,5 m (5 ft) lang und etwa 75 cm (2 ft) groß.