Die Gleichnisse Jesu finden sich bei Matthäus, Markus, Lukas und Johannes sowie in einigen der Evangelien, die nicht in der Bibel stehen, sondern hauptsächlich in den drei synoptischen Evangelien zu finden sind. Sie stellen einen wichtigen Teil der Lehre Jesu dar und machen etwa ein Drittel seiner aufgezeichneten Lehren aus. Christen legen großen Wert auf diese Gleichnisse, da sie die Worte Jesu sind und man glaubt, dass sie das sind, was der Vater gelehrt hat, wie Johannes 8,28 und 14,10 zeigen.

Die Gleichnisse Jesu sind scheinbar einfache und einprägsame Geschichten, oft mit Bildern, und jedes davon vermittelt eine Botschaft. Wissenschaftler haben bemerkt, dass diese Gleichnisse zwar einfach erscheinen, aber die Botschaften, die sie vermitteln, tief und zentral für die Lehren Jesu sind.

Viele der Gleichnisse Jesu beziehen sich auf einfache, alltägliche Dinge, wie eine Frau, die Brot backt (Gleichnis vom Sauerteig), ein Mann, der nachts an die Tür seines Nachbarn klopft (Gleichnis vom nächtlichen Freund) oder die Folgen eines Straßenüberfalls (Gleichnis vom barmherzigen Samariter); dennoch behandeln sie wichtige religiöse Themen, wie das Wachstum des Reiches Gottes, die Bedeutung des Gebets und die Bedeutung der Liebe.

In der westlichen Zivilisation bildeten diese Gleichnisse den Prototyp für den Begriff Parabel, und in der Moderne gehören die Gleichnisse Jesu selbst unter denen, die wenig von der Bibel wissen, nach wie vor zu den bekanntesten Geschichten der Welt.