Das Pflaumenpuddingmodell war ein frühes (und falsches) Atommodell des 20. Jahrhunderts. Es wurde von J.J. Thomson 1904, nach der Entdeckung des Elektrons, aber vor der Entdeckung des Atomkerns, vorgeschlagen. Zu dieser Zeit wussten die Wissenschaftler, dass es im Atom eine positive Ladung gab, die die negativen Ladungen der Elektronen ausglich und das Atom neutral machte, aber sie wussten nicht, woher die positive Ladung stammte. Thomsons Modell zeigte ein Atom, das ein positiv geladenes Medium oder einen positiv geladenen Raum mit negativ geladenen Elektronen im Inneren des Mediums hatte. Bald nach seinem Vorschlag wurde das Modell als "Pflaumenpudding"-Modell bezeichnet, weil das positive Medium wie ein Pudding war, mit Elektronen oder Pflaumen im Inneren.