Der Feigenkaktus ist Opuntia: eine Gattung aus der Familie der Kaktusgewächse (Cactaceae). Es gibt etwa 190 verschiedene Arten von Opuntia.

Die Gattung ist nach der altgriechischen Stadt Opus benannt. Dort wuchs laut Theophrastus eine essbare Pflanze, die sich durch Verwurzelung ihrer Blätter vermehren konnte.

Kaktusfeigen (meist Opuntia stricta) wurden ursprünglich im 18. Jahrhundert für Gärten nach Australien eingeführt. Später wurden sie als natürliche landwirtschaftliche Umzäunung verwendet. Sie wurden schnell zu einem weit verbreiteten invasiven Unkraut. Sie verwandelten 101.000 Quadratmeilen (260.000 km2) Ackerland in einen undurchdringlichen grünen Dschungel aus Feigenkaktus, der an manchen Stellen 6,1 m (20 Fuß) hoch war.

1919 richtete die australische Bundesregierung das Commonwealth Prickly Pear Board ein, um die Bemühungen mit den Regierungen der Bundesstaaten zur Ausrottung des Unkrauts zu koordinieren. Frühe Versuche einer mechanischen Entfernung und giftiger Chemikalien scheiterten, so dass als letztes Mittel die biologische Bekämpfung versucht wurde. Es gibt eine Motte, Cactoblastis cactorum, aus Südamerika, deren Larven Kaktusfeigen fressen. Sie wurde 1925 eingeführt und reduzierte die Kaktuspopulation rasch. Eine Gedenkhalle in Chinchilla (Queensland) erinnert an die Motte. Dies ist eines der frühesten bekannten Beispiele für die biologische Schädlingsbekämpfung.