Progeroide Syndrome (PS) beschreiben eine Reihe von genetischen Störungen, bei denen die betroffene Person schneller zu altern scheint. Alle diese Störungen sind monogenetisch, d.h. sie entstehen durch Mutationen eines einzigen Gens. Die meisten bekannten PS-Mutationen führen entweder zu Defekten im DNA-Reparaturmechanismus oder zu Defekten in einem Protein, das als Lamin A/C bekannt ist.
Progeroid bedeutet "altersähnlich". Diese Definition lässt sich auf viele verschiedene Krankheiten anwenden. Die Alzheimer-Krankheit und die Parkinson-Krankheit betreffen nur ein Gewebe. In den meisten Fällen wird der Begriff Progeroid-Syndrom für Fälle verwendet, in denen die Betroffenen nur einige, aber nicht alle Merkmale des Alterns aufweisen. In diesen Fällen sind viele verschiedene Gewebearten betroffen.
Personen mit PS-bezogenen Störungen haben oft eine verkürzte Lebensspanne. Die am häufigsten untersuchten progeroiden Syndrome sind das Werner-Syndrom (WS) und das Hutchinson-Gilford-Progerie-Syndrom (HGPS), da sie dem natürlichen Alterungsprozess ähneln.
Wegen ihrer Eigenschaft, beschleunigt zu altern (Seneszenz), sind Progeroid-Syndome in den Bereichen Alterung, Regeneration, Stammzellen und Krebs umfassend untersucht worden.