Seegurken kommunizieren miteinander, indem sie Hormonsignale durch das Wasser senden.
Ein bemerkenswertes Merkmal dieser Tiere ist das Kollagen, das ihre Körperwand bildet. Dieses kann nach Belieben gelockert und gestrafft werden. Wenn sich das Tier durch einen kleinen Spalt quetschen will, kann es die Kollagenverbindungen lösen und sich in den Raum ergießen. Um sich in diesen Rissen sicher zu halten, hängt die Seegurke alle ihre Kollagenfasern ein, um ihren Körper wieder fest zu machen.
Die Tiere haben einen inneren Atmungsbaum, der in der inneren wasserhaltigen Höhle schwimmt. Im hinteren Teil wird Wasser in die Kloake hinein und aus ihr heraus gepumpt, so dass ein Gasaustausch mit dem Atmungsbaum im Darm stattfindet. p80
Verteidigung
Einige Arten von Korallenriff-Seegurken verteidigen sich, indem sie klebrige kuvierianische Röhrchen ausstoßen, um potenzielle Raubtiere zu fangen. Diese Tubuli sind mit dem Atmungsbaum im Darm verbunden. Wenn sie aufgeschreckt werden, können diese Gurken die Tubuli durch einen Riss in der Wand der Kloake ausstoßen. Dadurch werden klebrige Fäden überall auf ein Raubtier gespritzt. Die Ersatzkanälchen wachsen je nach Art in eineinhalb bis fünf Wochen nach. Die Freisetzung dieser Tubuli kann auch mit der Abgabe einer toxischen Chemikalie namens Holothurin einhergehen, die ähnliche Eigenschaften wie Seife hat. Diese Chemikalie kann jedes Tier in der Umgebung töten und ist eine weitere Möglichkeit, mit der sich diese sesshaften Tiere verteidigen können. Andere Gurken, denen dieses Gerät fehlt, können ihre Darmwand spalten und ihren Darm und Atemwegsbaum ausspucken. Sie regenerieren sie später. Zoologen, die dies erleben, halten es für eine beeindruckende Abschreckung. "Das Chaos, das ein Individuum anrichten kann, muss man sehen, um es glauben zu können". p81
Die Existenz dieser Verteidigungsanlagen erklärt, warum die Holothurianer auf das starke Skelett ihrer Vorfahren verzichten konnten.
Fütterung
Stark modifizierte Röhrenfüße rund um den Mund sind immer vorhanden. Es handelt sich um verzweigte und einziehbare Tentakel, die viel größer sind als die normalen Röhrenfüße. Seegurken haben je nach Art zwischen zehn und dreißig solcher Tentakel. Um den Mund und die Speiseröhre herum befindet sich ein Ring größerer Gehörknöchelchen, an denen die Muskeln der Röhrenfüße befestigt sind. Mit ihren klebrigen Tentakeln sammelt das Tier Detritus und kleine Organismen.