Seeotter (Enhydra lutris) sind Meeressäuger. Sie leben entlang der Pazifikküste Nordamerikas. Zu ihrem historischen Verbreitungsgebiet gehörten die flachen Gewässer der Beringstraße. Dazu gehörten auch Kamtschatka und so weit im Süden wie Japan.

Seeotter haben etwa 26.000 bis 165.000 Haare pro Quadratzentimeter Haut. Sie haben ein reiches Fell, für das der Mensch sie fast bis zur Ausrottung gejagt hat. Als der Pelzrobben-Vertrag von 1911 ihnen Schutz gewährte, waren so wenige Seeotter übrig geblieben, dass der Pelzhandel unrentabel geworden war. Seeotter fressen Schalentiere und andere wirbellose Tiere (insbesondere Muscheln, Seeohren und Seeigel).

Die Otter tragen gewöhnlich einen Lieblingsstein in ihren Pfoten oder in einem Beutel unter dem Unterarm. Sie benutzen ihn, um Muscheln aufzuschlagen. Das macht sie zu einem der wenigen Tiere, die Werkzeuge benutzen. Sie werden 1,0 bis 1,5 m (3,3 bis 4,9 ft) lang und 30 kg (66 lb) schwer. Obwohl sie einmal kurz vor dem Aussterben standen, haben sie von kleinen Populationen in Kalifornien und Alaska aus wieder begonnen, sich auszubreiten. Der Seeotter ist eines der kleinsten Säugetiere im Ozean.