Der heutige Südsudan war einst Teil des anglo-ägyptischen Sudans. Dieser Teil des Britischen Empire wurde zur Republik Sudan, als 1956 die Unabhängigkeit erlangt wurde. Nach dem ersten sudanesischen Bürgerkrieg wurde 1972 die Autonome Region Südsudan gebildet, die bis 1983 bestand. Bald entwickelte sich ein zweiter sudanesischer Bürgerkrieg, der mit dem Umfassenden Friedensabkommen von 2005 endete. Später im selben Jahr wurde die Autonome Regierung des Südsudan gebildet. Der Südsudan wurde am 9. Juli 2011 um Mitternacht Ortszeit nach einem Referendum im Januar 2011 ein unabhängiger Staat. Bei dem Referendum wollten sich fast 99% der Wähler vom übrigen Sudan trennen.
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen trat am 13. Juli 2011 zusammen, um die Mitgliedschaft der Republik Südsudan formell zu erörtern. Am nächsten Tag, dem 14. Juli 2011, wurde der Südsudan Mitglied der Vereinten Nationen. Der Südsudan hat auch den Beitritt zum Commonwealth of Nations, zur Ostafrikanischen Gemeinschaft, zur Zwischenstaatlichen Entwicklungsbehörde, zum Internationalen Währungsfonds und zur Weltbank beantragt. Das Land wurde für berechtigt erklärt, sich auch um die Mitgliedschaft in der Arabischen Liga zu bewerben.
Bei den Olympischen Sommerspielen 2012 trat ein Athlet aus dem Südsudan unter der Flagge des Internationalen Olympischen Komitees an. Im Jahr 2013 brach ein Bürgerkrieg aus.