Sturm: Definition, Arten (Hurrikan, Tornado, Gewitter) und Schutz
Sturm verstehen: Definition, Arten (Hurrikan, Tornado, Gewitter), Risiken und Schutzmaßnahmen – praxisnahe Tipps für Sicherheit bei Unwetter.
Sturm bezeichnet allgemein ein starkes meteorologisches Ereignis mit sehr hohen Windgeschwindigkeiten, oft verbunden mit kräftigen Niederschlägen wie Regen oder Eis, Blitz und Donner. Häufig treten dabei auch Hagel und starke elektrische Entladungen auf; in seltenen Fällen können sich aus solchen Wetterlagen Tornados entwickeln. Stürme werden von Wissenschaftlern, den Meteorologen, untersucht und durch Warnungen und Wettervorhersagen vorhergesagt. Schon die frühen Schifffahrtsvorhersagen entstanden aus dem Bedürfnis, Schiffe und Besatzungen im Nordatlantik vor unerwarteten Stürmen zu schützen.
Arten von Stürmen
Es gibt verschiedene Formen und Bezeichnungen für Stürme, die sich in Entstehung, Größe und Gefährdung unterscheiden:
- Hurrikan / Taifun: Tropische Wirbelstürme, die über sehr warmem Ozeanwasser entstehen. Sie besitzen ein gut ausgeprägtes Tiefdruckzentrum (Auge), sehr starke Winde und bringen extreme Regenmengen sowie oft eine zerstörerische Sturmflut mit sich.
- Tornado: Ein sehr eng begrenzter, aber extrem kräftiger Wirbelsturm mit rotierender Luftsäule. Tornados entstehen meist in Verbindung mit heftigen Gewittern und können lokal große Zerstörung anrichten.
- Gewitter: Lokale, kurze, meist heftige Unwetter mit Blitz, Blitzschlag, Donner, starken Regenfällen und oft Hagel. Sie entstehen durch aufsteigende warme und feuchte Luft, die zu mächtigen Cumulonimbuswolken führt.
- Eissturm, Schneesturm (Blizzard), Meeressturm, Feuersturm usw.: Diese Begriffe beschreiben besondere Ausprägungen, z. B. Sturm mit gefrierendem Regen (Eissturm) oder sturmgeprägte Seezustände (Meeressturm).
Wie entstehen Stürme?
Die Entstehung hängt von der jeweiligen Sturmart ab:
- Gewitter: Warme, feuchte Luft steigt auf, kühlt ab und bildet hohe Wolken (Cumulonimbus). Innerhalb dieser Wolken kommt es durch Reibung von Eiskörnern und Wassertropfen zu Ladungstrennung, was Blitz und Donner erzeugt. In tropischen Gebieten wie Indien begünstigen hohe Temperaturen und Feuchtigkeit die Bildung heftiger Gewitter; aufsteigende Winde treiben Wassertropfen nach oben, wo sie gefrieren und wieder abfallen — die Bewegung führt zur elektrischen Entladung, dem sichtbaren Licht und den Geräuschen.
- Tornados: Entstehen häufig in Verbindung mit starken, rotierenden Aufwinden (Mesocyclonen) in Superzellen-Gewittern. Starke Windscherung (Windrichtung und -geschwindigkeit ändern sich mit der Höhe) erzeugt die nötige Rotation.
- Tropische Wirbelstürme (Hurrikane/Taifune): Benötigen sehr warmes Meerwasser, eine ausreichend große Corioliskraft (also Entstehung meist außerhalb des Äquators), geringe vertikale Windscherung und hohe Feuchte. Diese Bedingungen führen zu einer sich verstärkenden, rotationserzeugenden Luftbewegung um ein Tiefdruckzentrum.
Gefahren und Auswirkungen
Stürme können vielfältige Gefahren verursachen:
- Starke Winde: Gebäudeschäden, herabfallende Äste, umgestürzte Bäume, fliegende Trümmer.
- Starkregen und Überschwemmungen: Überflutungen von Straßen, Häusern und Infrastrukturen; Erdrutsche in gebirgigen Regionen.
- Sturmflut (bei Küstenstürmen): Gefahr durch erhöhten Wasserstand und starke Brandung.
- Hagel: Zerstörung an Fahrzeugen, Dächern und Ernten.
- Blitzschlag: Brandgefahr, Stromausfälle und Personenschäden.
- Tornados: Sehr konzentrierte, oft katastrophale Zerstörung entlang einer engen Zugbahn.
- Folgeprobleme: Unterbrechungen der Stromversorgung, Verkehrsbehinderungen, Lieferkettenstörungen und gesundheitliche Risiken.
Warnungen und Beobachtung
Wetterdienste geben gestaffelte Warnungen heraus — informieren Sie sich regelmäßig über lokale Unwetterwarnungen und Wetterberichte. Für die Seefahrt sind Schifffahrtsvorhersagen und nautische Warnungen entscheidend, um Schiffe vor Stürmen zu schützen.
Schutzmaßnahmen und Verhalten bei Sturm
Vor einem Sturm:
- Information einholen: Wetterwarnungen der Behörden beachten.
- Gegenstände draußen sichern oder reinholen (Möbel, Mülltonnen, Baugerüste).
- Wichtige Dokumente griffbereit aufbewahren und Notfallausrüstung (Taschenlampe, Batterien, Erste-Hilfe-Set) bereitstellen.
- Bei Küstenwarnungen Evakuierungsanweisungen ernst nehmen — Sturmfluten sind lebensgefährlich.
Während eines Sturms:
- Bleiben Sie möglichst im Innern eines Gebäudes, fern von Fenstern und Glasflächen.
- Suchen Sie einen innenliegenden Raum oder Keller auf; in Hochhäusern am niedrigsten und innersten Raum Schutz suchen.
- Bei Überschwemmung: Strom abschalten (falls sicher möglich) und vom Wasser Abstand halten.
- Bei Gewittern: keine metallenen Gegenstände anfassen, Telefonleitungen meiden und keine offenen Wasserstellen verwenden.
- Im Auto: Wenn möglich, wegfahren von Bäumen, Brücken und offenen Flächen; bei heftigem Sturm das Fahrzeug an sicherem Ort abstellen und abwarten.
Nach dem Sturm:
- Vorsichtig prüfen, ob Gefahren wie herunterhängende Stromleitungen, Gasgeruch oder instabile Gebäude bestehen — melden Sie Gefahren den Behörden.
- Fotos für Versicherungen machen, Schäden dokumentieren und Kontakte (Versicherung, Notdienste) informieren.
- Auf lokale Anweisungen und Entwarnungen warten, bevor Sie betroffene Gebiete betreten.
Die Kenntnis der verschiedenen Sturmartikel und das Befolgen einfacher Schutzregeln reduzieren Risiken erheblich. Bei besonders starken Ereignissen wie Hurrikanen, Taifunen oder Tornados sind behördliche Warnungen und Evakuierungsanweisungen unbedingt zu befolgen.

Die neunte Welle des Sturms von Ivan Aivazovsky.
Fragen und Antworten
F: Was ist ein Sturm?
A: Ein Sturm ist ein heftiges meteorologisches Phänomen, bei dem es aufgrund der Feuchtigkeit in der Luft zu starkem Regen und Wind kommt. Hagel und Blitze sind ebenfalls häufig bei Stürmen anzutreffen. Seltener können Tornados in Stürmen auftreten. Hurrikane, Taifune und Tornados werden oft auch als Stürme bezeichnet, aber sie haben besondere Namen, weil sie sehr stark sind.
F: Wer erforscht Stürme?
A: Stürme werden von Wissenschaftlern, den Meteorologen, untersucht.
F: Wie sind die Seewettervorhersagen entstanden?
A: Die Idee der Seewettervorhersagen entstand aus der Sorge, Schiffe vor unerwarteten Stürmen im Nordatlantik zu retten.
F: Welche Art von Wetter ist mit einem Sturm verbunden?
A: Ein Sturm ist mit schwerem Wetter verbunden und kann durch starken Wind, Donner, Blitze und starke Niederschläge wie Eis gekennzeichnet sein.
F: Was sind einige Arten von Stürmen?
A: Es gibt viele Arten und Bezeichnungen für Stürme, darunter Eisstürme, Schneestürme, Meeresstürme, Feuerstürme usw.
F: Wo treten Gewitter häufig auf?
A: Gewitter treten häufig in heißen, feuchten, tropischen Gebieten wie Mexiko auf.
F: Wie entstehen Blitze und Geräusche während eines Gewitters?
A: Während eines Gewitters erzeugen die steigenden Temperaturen starke, aufsteigende Winde, die Wassertröpfchen nach oben tragen, wo sie gefrieren, bevor sie wieder nach unten fallen. Die rasche Bewegung der fallenden Wassertröpfchen zusammen mit der aufsteigenden Luft erzeugt Blitze und Geräusche.
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