Taiping-Aufstand (1850–1864): Himmlisches Königreich und Folgen
Der Taiping-Aufstand (1850–1864) war ein blutiger Bürgerkrieg in China, angeführt von Hong Xiuquan. Ursachen, Ideologie des Himmlischen Königreichs, Verlauf, Reformen und die weitreichenden Folgen werden erläutert.
Überblick
Der Taiping-Aufstand dauerte von 1850 bis 1864 und richtete sich gegen die Qing-Dynastie. Er wurde von Hong Xiuquan angeführt, der eine religiös geprägte Bewegung gründete, das "Himmlische Königreich Taiping". Der Konflikt gilt als einer der verlustreichsten Bürgerkriege der Geschichte; Schätzungen zufolge starben rund 20 Millionen Menschen, größtenteils Zivilisten.
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10 BilderUrsachen und Ideologie
Die Ursachen lagen in sozialen Spannungen, wirtschaftlicher Not, Korruption und ethnischen Konflikten im Kaiserreich. Hong Xiuquan verkündete eine eigenständige, christlich inspirierte Lehre mit starkem Reformanspruch: Er beanspruchte eine göttliche Mission, errichtete eine theokratische Ordnung und propagierte radikale Veränderungen gegenüber der traditionellen sozialen Hierarchie.
Struktur, Reformen und Alltag im Reich
Das Himmlische Königreich führte teils utopische Reformen ein: Landreformen, Bemühungen um soziale Gleichheit, Einschränkungen von Opium und Glücksspiel sowie Maßnahmen gegen das Fußbinden. Frauen spielten in der Bewegung in ungewöhnlichem Maße eine Rolle, nicht zuletzt in Form strenger Geschlechtertrennung in Kämpfen und Verwaltung. Die militärischen Einheiten der Rebellen wurden oft als "Langhaarige" bezeichnet.
Verlauf und entscheidende Ereignisse
Die Rebellen eroberten große Teile Süd- und Zentralchina und machten 1853 Nanjing zur Hauptstadt des Himmlischen Königreichs (umbenannt in Tianjing). Trotz anfänglicher Erfolge verlor die Bewegung nach Jahren der Abnutzung zunehmend an Boden; innere Konflikte, militärische Niederlagen gegen Qing-Truppen und die Intervention regionaler Milizen führten schließlich zur Niederschlagung der Rebellion 1864.
Folgen und Bedeutung
Der Aufstand schwächte die Qing-Herrschaft nachhaltig, beschleunigte Reformdebatten und trug zur politischen Neuordnung Chinas bei. Die Zerstörungen, die hohe Zahl an Todesopfern sowie die sozialen Umwälzungen hatten langanhaltende wirtschaftliche und demografische Folgen. Der Taiping-Aufstand wird häufig als Vorbote späterer revolutionärer Bewegungen im China des 20. Jahrhunderts gesehen.
Weitere Hinweise und Lektüre
- Wichtige Persönlichkeit: Hong Xiuquan, Gründer und Führer des Himmlischen Königreichs.
- Hauptstadt der Rebellen: Nanjing (Tianjing).
- Zur Vertiefung: Einführender Überblick und weiterführende Studien.
Bemerkung: Bei Zahlen und Details bestehen in der Forschung unterschiedliche Einschätzungen; die hier gegebenen Angaben fassen verbreitete, generell akzeptierte Erkenntnisse zusammen.
Geschichte der Rebellion
Hong Xiuquan war ein kluger Schüler. Er wollte in den Staatsdienst gehen. Er lernte fleißig und hätte wahrscheinlich die Regierungstests bestanden. Er fand jedoch heraus, dass die verantwortlichen Beamten Bestechungsgelder erwarteten. Hongs Familie war zu dieser Zeit arm und hatte kein Geld. Ihre Familie war der alten Ming-Dynastie gegenüber loyal und entschied, dass sein Scheitern auf die korrupte Mandschu-Qing-Dynastie zurückzuführen war. Bald darauf wurde Hong schwer krank. In einem Fieber sah er sich selbst im "Dreiunddreißigsten Himmel". Er sagte, dass er in Years einen Mann sah, der der Ehrwürdige (Respektierte) genannt wurde. Der "Ehrwürdige in Jahren" gab Hong ein Schwert und sagte ihm, er solle die Dämonenanbeter vernichten, die sich gegen den "Ehrwürdigen in Jahren" aufgelehnt hatten. Mit der Hilfe des Sohnes des Ehrwürdigen in Jahren sah sich Hong im Kampf gegen die dämonischen Kräfte.
Kurz nachdem er wieder gesund wurde, las Hong das Alte Testament und glaubte, es zeige, dass seine Vision richtig war. Er hatte das Gefühl, dass er Gott begegnet war und dass Gott ihn als Sohn/Prophet/Messias auserwählt hatte.
Nimade wollte mehr über das Christentum wissen. Die Missionare, die er traf, waren mit Hongs Vision nicht einverstanden. Sie waren nicht damit einverstanden, dass er der Bruder Jesu war. Hong verließ sie und beschloss, seine eigene Sekte zu gründen. In Hongs Kult war Gott der Vater, Christus war der Sohn und der ältere (ältere) Bruder, und Hong war der jüngere Bruder. Er nannte das Neue Testament das "Ehemalige Testament". Seine eigenen Ideen nannte er das Neue Testament. Hongs Freund Yang Xiuqing verkaufte früher Brennholz. Yang behauptete, er könne als Stimme Gottes handeln, das Volk lenken und politische Macht erlangen.
China war zu dieser Zeit sehr schwach, und die Menschen waren hungrig. Die Menschen begannen, sich Hongs neuer Religion anzuschließen. Im Jahr 1851 hatte er eine zehntausend Mann starke Armee. Die Rebellen schnitten sich die Zöpfe ab und machten sich die Haare los. Dies zeigte, dass sie sich in der Rebellion gegen die Mandschu befanden.
Die Taiping-Rebellion dauerte von 1851 bis 1864. Es wird geschätzt, dass bei den Kämpfen 20 bis 30 Millionen Menschen starben. Schließlich machte die Korruption der Anführer der Rebellion die Menschen wütend. Hong beging im Juni 1864 Selbstmord. Die Ewig-Siegreiche Armee unter Führung von Charles George Gordon trat dem Krieg bei. Die Hauptstadt von Taiping, Nanjing, wurde von der kaiserlichen Armee kontrolliert.
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Autor
AlegsaOnline.com Taiping-Aufstand (1850–1864): Himmlisches Königreich und Folgen Leandro Alegsa
URL: https://de.alegsaonline.com/art/95944
Quellen
- worldcat.org : 3467844
- books.google.com : Google books access