Der Weg zur Leibeigenschaft ist ein Buch, das der in Österreich geborene Wirtschaftswissenschaftler und Philosoph Friedrich von Hayek (1899-1992) zwischen 1940-1943 geschrieben hat.
In dem Buch warnte er vor der Gefahr einer Tyrannei, die von "staatlicher Kontrolle wirtschaftlicher Entscheidungen durch zentrale Planung" ausgeht. Er meint die Art und Weise, wie faschistische, kommunistische und sozialistische Regierungen versuchen, jeden Aspekt der Wirtschaft zu kontrollieren.
Die Rechte und Wünsche des Einzelnen sind wichtig, und der Staat sollte sich nicht zu sehr einmischen. Wenn der Staat zu viel kontrolliert, führt das zu einem Freiheitsverlust, einer unterdrückenden Gesellschaft und schließlich zur Tyrannei eines Diktators. Der einzelne Bürger wird zum Leibeigenen. Hayek argumentierte, dass Faschismus und Sozialismus ihre Wurzeln in der zentralen Wirtschaftsplanung und der Übertragung der Macht über das Individuum an den Staat hätten.
Nach seiner Veröffentlichung im Jahr 1944 wurde Der Weg zur Leibeigenschaft zu einer populären Darstellung des Marktlibertarismus. Es hat sich über zwei Millionen Mal verkauft.
Der Weg zur Leibeigenschaft sollte eine populäre Ausgabe des zweiten Bandes von Hayeks The Abuse and Decline of Reason sein. Der Titel wurde von den Schriften des französischen Klassik-Liberalisten Alexis de Tocqueville aus dem 19. Jahrhundert über den "Weg in die Knechtschaft" inspiriert. p116 Das Buch wurde erstmals im März 1944, während des Zweiten Weltkriegs, in Großbritannien von Routledge veröffentlicht und war recht populär. Hayek nannte es aufgrund der Papierrationierung in Kriegszeiten "dieses unerreichbare Buch". p128
Es wurde in den Vereinigten Staaten von der University of Chicago Press im September 1944 veröffentlicht und wurde populär. Die amerikanische Zeitschrift Reader's Digest veröffentlichte im April 1945 eine gekürzte Fassung. Dadurch wurde The Road to Serfdom einem breiteren Leserkreis zugänglich als zuvor. Das Buch hatte einen großen Einfluss auf das konservative und libertäre wirtschaftliche und politische Denken des zwanzigsten Jahrhunderts. Es wird heute oft von Kommentatoren zitiert.