Trübung im offenen Wasser kann durch das Wachstum von Phytoplankton verursacht werden. Natürlich vorkommende Algenblüten können Trübungen verursachen. Menschliche Aktivitäten, die den Boden stören, können dazu führen, dass bei Regenstürmen aufgrund des Abflusses hohe Sedimentgehalte in Gewässer gelangen. Dazu können Bauwesen, Bergbau und Landwirtschaft gehören. Eine weitere Quelle ist die Verschmutzung durch befestigte Flächen wie Straßen, Brücken und Parkplätze. Bestimmte Industriezweige wie Steinbrüche, Bergbau und Kohlerückgewinnung können durch in das Wasser gelangende Gesteinspartikel sehr hohe Trübungswerte erzeugen.
Im Trinkwasser gilt: Je höher der Trübungsgrad, desto höher das Risiko, dass Menschen Krankheiten entwickeln können. Kontaminanten wie Viren oder Bakterien können sich an den Schwebstoffen anlagern. Die suspendierten Feststoffe stören die Wasserdesinfektion mit Chlor, da die Partikel als Schutzschild für Viren und Bakterien wirken. In ähnlicher Weise können die suspendierten Feststoffe Bakterien vor der Ultraviolett- (UV) Entkeimung von Wasser schützen. []
In Gewässern wie Seen, Flüssen und Reservoiren können hohe Trübungswerte die Lichtmenge, die in geringere Tiefen gelangt, verringern. Dies kann das Wachstum von untergetauchten Wasserpflanzen einschränken. Dies wiederum wirkt sich auf Arten aus, die von ihnen abhängig sind, wie Fische und Schalentiere. Hohe Trübungswerte können auch die Fähigkeit der Fischkiemen zur Aufnahme von gelöstem Sauerstoff beeinträchtigen. Diese Situation wurde regelmäßig in der gesamten Chesapeake Bay im Osten der Vereinigten Staaten beobachtet.