Die Vereinigten Staaten entsandten Personen zu den Winter-Paralympics 2018 in Pyeongchang, Südkorea. Das Team trat in den Disziplinen para-alpiner Skilauf, para-nordischer Skilauf, para-Snowboarding, Schlittenhockey und Rollstuhl-Curling an. Es bestand aus 63 Personen, darunter Athletinnen und Athleten, Trainer, medizinisches Personal und Betreuer.

Auswahlverfahren und Vorbereitung

Die Nominierungen für das US-Team wurden in den Monaten vor den Spielen über Ergebnisse bei internationalen Weltcup-Finalen und speziellen Sichtungswettkämpfen entschieden. Das Finale des World Para Alpine Skiing World Cup fand im Februar 2018 in Kimberly, Britisch-Kolumbien, statt und war eine der letzten Entscheidungsgrundlagen für die Auswahl im para-alpinen Skilauf. Das Team wurde offiziell am 20. Februar 2018 bekannt gegeben. Für den para-nordischen Skilauf war der 23. Februar 2018 das letzte Datum, an dem Länder Athletinnen und Athleten nominieren konnten.

Zur Vorbereitung absolvierten die US-Teams mehrere Trainings- und Wettkampfeinsätze: Para-Snowboarder kämpften beim World Para Snowboard World Cup Finale in Big White, Britisch-Kolumbien, um Plätze im Team; die Sledge-Hockey-Mannschaft qualifizierte sich über die Sledge-Hockey-Weltmeisterschaft 2017; und die Rollstuhlcurler bestritten unter anderem die U.S. Open in Utica, New York, den Kisakallio Cup in Finnland und die Sochi Open als Teil ihrer Vorbereitungen.

Para-alpiner Skilauf

Die USA traten in den klassischen para-alpinen Disziplinen an (Abfahrt, Super-G, Riesenslalom, Slalom und Kombination) und stellten Athletinnen und Athleten in verschiedenen Klassen (Sitz/Stand/Sehbehindert). Ein herausragender Erfolg war der Sieg von Andrew Kurka, der in der Abfahrt der Herren Gold gewann und zudem Silber im Super-G-Sitzrennen der Männer erzielte. Die Nominierungen für das alpine Team basierten auf den Ergebnissen der Weltcup-Serie und den Finalwettkämpfen in Kimberly.

Para-nordischer Skilauf und Biathlon

Im para-nordischen Bereich (Langlauf und Biathlon) gewannen US-Athletinnen und -Athleten in Pyeongchang mehrere Medaillen:

  • Kendall Gretsch gewann an den ersten beiden Wettkampftagen zwei Goldmedaillen: eine im 6-km-Biathlon der Frauen und eine im 12-km-Sitzrennen im Skilanglauf.
  • Daniel Cnossen gewann ebenfalls an den ersten beiden Wettkampftagen zwei Medaillen: Gold im 7,5-km-Biathlon der Männer (Sitzen) und Silber im 15-km-Sitzrennen im Skilanglauf.

Diese Erfolge zeigen die Breite der US-Ergebnisse in den Sitzklassen des nordischen Bereichs. Die Auswahl für diese Teams erfolgte über die internationalen Resultate und nationale Qualifikationskriterien bis zum genannten Nominierungsstichtag.

Para-Snowboarding

Die Selektionen für das US-Paralympic-Snowboardteam wurden nach dem World Para Snowboard World Cup Finale in Big White (Britisch-Kolumbien) getroffen. Die Namen des U.S. Paralympic Snowboarding Teams wurden am 20. Februar 2018 veröffentlicht. Die Snowboarder traten in Boardercross- und Banked-Slalom-Disziplinen an, jeweils in den für Para-Sport üblichen Klassifikationen.

Sledge Hockey (Eishockey im Sitzen)

Die US-Sledge-Hockey-Mannschaft hatte sich durch ein Halbfinal-Top-4-Ergebnis bei der Sledge-Hockey-Weltmeisterschaft 2017 für die Paralympics qualifiziert. Bei den Spielen in Pyeongchang war die United States Team in Gruppe B mit Südkorea, der Tschechischen Republik und Japan platziert. Die Mannschaft ging mit dem Ziel an den Start, um sich für die Medaillenrunden zu qualifizieren und in den K.o.-Spielen um Edelmetall zu kämpfen.

Rollstuhl-Curling

Die US-Rollstuhlcurler hatten mehrere Vorbereitungsturniere, darunter die U.S. Open in Utica, New York, den Kisakallio Cup in Finnland und die Sochi Open. Das Turnier bei den Paralympics begann für die Vereinigten Staaten am 10. März 2018. Rollstuhl-Curling wird in gemischten Teams gespielt und erfordert sowohl taktische Spielstärke als auch präzise Wurftechnik.

Ergebnisse und Bedeutung

Während der Spiele errangen US-Athletinnen und -Athleten in mehreren Disziplinen bedeutende Siege und Podestplätze. Besonders hervorzuheben sind die Leistungen von Andrew Kurka, Kendall Gretsch und Daniel Cnossen, die mit ihren Medaillen zu den erfolgreichsten amerikanischen Athleten in Pyeongchang zählten. Die Erfolge unterstreichen die Stärke des US-Paralympic-Programms in verschiedenen Disziplinen und zeigen, wie wichtig internationale Weltcup- und Vorbereitungswettkämpfe für die Qualifikation sind.

Nachwirkung

Die Teilnahme und die Medaillengewinne der US-Delegation bei den Winter-Paralympics 2018 trugen zur erhöhten Sichtbarkeit des paralympischen Wintersports in den Vereinigten Staaten bei. Die Leistungen der Athletinnen und Athleten dienten als Inspiration für Nachwuchsportsleute mit Behinderungen und stärkten das Interesse an Para-Sportprogrammen und Förderstrukturen auf nationaler Ebene.