Die wirtschaftlichen Probleme durch die Zahlungen seien ein wichtiger Faktor, der zum Ende der Weimarer Republik und dem Beginn der Diktatur Adolf Hitlers geführt habe. John Maynard Keynes, ein britischer Ökonom, sagte, dies würde sowohl die deutsche Wirtschaft als auch die deutsche Politik schwächen. Viele Historiker stimmten ihm jedoch nicht zu. Margaret MacMillan, eine kanadische Historikerin, zeigte ihre Idee, dass Deutschland alle Zahlungen hätte leisten können, wenn es das gewollt hätte. Sie sagte, das Problem sei, dass Deutschland nicht zahlen wolle.
Sally Marks, eine amerikanische Historikerin, war ebenfalls der Meinung, dass Deutschland die Reparationen zahlen könnte. Sie sagte, die Deutschen hätten die Reparationen vollständig und pünktlich gezahlt, solange die Franzosen 1921 Düsseldorf besetzt hielten, aber aufgehört, nachdem die Franzosen 1922 nicht mehr dort stationiert waren. Später in diesem Jahr wurde das Problem ernster, als französische und belgische Vertreter auf eine Besetzung des Ruhrgebiets drängten, um Deutschland zur Zahlung zu zwingen, während die Briten die Reparationen senken wollten. Die Besetzung des Ruhrgebiets begann im Januar 1923. Die Alliierten waren sich ziemlich sicher, dass die deutsche Regierung die Absicht hatte, die Zahlung zu verweigern, um zu testen, ob die Alliierten Reparationen durchsetzen wollten.
Als "stiller Kampf" im Ruhrgebiet begann die deutsche Regierung die Hyperinflation, die 1923 die deutsche Wirtschaft zerstörte. Im Jahr 2008 sagte der britische Historiker Richard J. Evans, dass die deutsche Regierung für die Hyperinflation verantwortlich sei, da sie dies der Zahlung von Reparationen vorzog. Die Deutschen gewannen das Mitleid der Welt, und danach waren die Franzosen gezwungen, dem Dawes-Plan vom April 1924 zuzustimmen, der die Reparationszahlungen senkte. Nach diesem neuen Plan zahlte Deutschland 1924 1 Milliarde Mark und erreichte bis 1927 die Summe von 2,25 Milliarden Mark. Nach diesem Jahr war Deutschland in der Lage, 2,5 Milliarden Mark pro Jahr zu zahlen. Die Deutschen zahlen die Reparationszahlungen jedoch immer noch nicht. Um dieses Problem zu lösen, trafen sich die Alliierten im Juli-August 1924 zu einer Konferenz in London, auf der Deutschland zum ersten Mal den Versailler Vertrag in Frage stellte.
Die Deutschen beklagten sich, dass die Zahlungen im Rahmen des Dawes-Plans immer noch zu hoch waren, so dass der Young-Plan von 1928 aufgestellt wurde und die Deutschen bis 1988 nicht mehr als 2,5 Milliarden zahlen mussten. Gustav Stresemann forderte, dass das Rheinland nach Deutschland zurueckkehren muesse, damit Deutschland den Plan akzeptiere. Unter starkem Druck verließen die Franzosen das Rheinland im Juni 1930.
Der britische Historiker A. J. P. Taylor schrieb, dass die Reparationen hart genug waren, um als Strafe angesehen zu werden, aber nicht genug, um Deutschland daran zu hindern, seinen Großmachtstatus wiederzuerlangen, und dass sie für den Aufstieg Adolf Hitlers verantwortlich gemacht werden können.