Der heilige Ignatius von Antiochien (auch als Theophorus bekannt) (ca. 35-107) war der dritte Bischof oder Patriarch von Antiochien und ein Schüler des Apostels Johannes. Auf dem Weg zu seinem Märtyrertod in Rom schrieb Ignatius eine Reihe von Briefen, darunter einen an Polykarp, Bischof von Smyrna, der auch Johannes gekannt hatte. Diese Briefe sind ein Beispiel für die Theologie der frühesten Christen. Wichtige Themen, die in diesen Briefen angesprochen werden, sind die Ekklesiologie, die Sakramente und die Rolle der Bischöfe.
Ignatius' Festtag wird im westlichen Christentum am 17. Oktober und im östlichen Christentum am 20. Dezember begangen.
Ignatius wurde Bischof von Antiochien nach den Heiligen Petrus und Evodius, die um 67 n. Chr. starben. Neben dem lateinischen Namen Ignatius nannte er sich auch Theophorus ("Gottesträger"), und die Überlieferung besagt, dass er eines der Kinder war, die Jesus in die Arme nahm und segnete. Ignatius war höchstwahrscheinlich ein Jünger des Apostels Johannes.
Ignatius gilt allgemein als einer der Apostolischen Väter (die früheste autoritative Gruppe der Kirchenväter) und wird von der römisch-katholischen Kirche, der lutherischen Kirche, der östlich-orthodoxen Kirche und der anglikanisch/bischöflichen Kirche, die seinen Festtag am 17. Oktober feiern, sowie von der orthodoxen und der östlich-katholischen Kirche, die seinen Festtag am 20. Dezember feiern, als Heiliger angesehen. Ignatius gründete seine Autorität darauf, sein Leben in Nachahmung Christi zu leben.