Max Ferdinand Perutz FRS OM CBE (19. Mai 1914 - 6. Februar 2002) war ein in Österreich geborener britischer Molekularbiologe.
Er teilte sich 1962 den Nobelpreis für Chemie mit John Kendrew, für ihre Studien der Strukturen von Hämoglobin und globulären Proteinen. Die verwendete Methode war hauptsächlich die Röntgenkristallographie.
Er wurde 1971 mit der Royal Medaille der Royal Society und 1979 mit der Copley-Medaille ausgezeichnet. In Cambridge gründete und leitete er (1962-79) das Medical Research Council Laboratory of Molecular Biology, von dessen Wissenschaftlern vierzehn mit Nobelpreisen ausgezeichnet wurden. Perutz' Beiträge zur Molekularbiologie in Cambridge sind in The History of the University of Cambridge dokumentiert: Band 4 (1870 bis 1990), der 1992 von der Cambridge University Press veröffentlicht wurde.
Perutz wurde in Wien, Österreich, geboren. Seine Familie war jüdisch. Er hatte seit 1936 in Cambridge (Peterhouse College) gearbeitet und zog nach dem Anschluss, der Machtübernahme der Nazis in Österreich, dauerhaft nach Großbritannien. Seine Kriegsarbeit verrichtete er in Kanada und kehrte nach dem Krieg nach Cambridge zurück. Max schuf einige seiner wichtigsten Werke nach dem Nobelpreis und geniesst bis heute höchstes Ansehen.