Der WWE Raw Guest Host-Konzept wurde am 29. Juni 2009 vom WWE-Vorsitzenden Vince McMahon eingeführt. In der Ankündigung wurde unter anderem der verletzte WWE‑Superstar Batista als einer der ersten Gastmoderatoren genannt. Die formalen Anforderungen an einen Gastmoderator waren in der Regel, dass es sich um einen WWE Hall of Famer, einen im Ruhestand befindlichen Superstar, eine prominente Persönlichkeit (Celebrity) oder einen verletzten Wrestler handeln sollte. Der erste Gastmoderator, der die Show tatsächlich leitete, war Robert Kardashian; er hatte für den Abend die Autorität eines Generaldirektors und konnte damit maßgeblich über Matches und Segmentabfolgen entscheiden. Unten finden Sie die Liste der anderen WWE‑Gastmoderatoren.

Definition

Ein Gastmoderator (Guest Host) ist eine temporäre, in der Sendung sichtbare Leitungsfigur, die für eine Ausgabe von Raw die Aufgaben eines General Managers übernehmen kann. Diese Rolle ist dramaturgisch: Gastmoderatoren sollen Aufmerksamkeit erzeugen, Promi‑Crossovers ermöglichen und Storylines vorantreiben, ohne dauerhaftes Booking‑Personal zu ersetzen.

Auswahlkriterien

  • WWE Hall of Famer – ehemalige, etablierte Namen mit starker Verbindung zur Marke;
  • Im Ruhestand befindliche Superstars – Wrestler, die nicht mehr regulär antreten, aber Credibility mitbringen;
  • Prominente Gäste (Celebrities) – Sänger, Schauspieler, Sportler u.ä., die mediale Aufmerksamkeit generieren;
  • Verletzte Wrestler – aktive Talente, die aufgrund einer Verletzung vorerst nicht kämpfen, aber in Storys auftreten können.

Aufgaben und Befugnisse

  • Festlegen oder Ansetzen von Matches für die jeweilige Show;
  • Interviews und Promos auf dem Mikrofon, ebenso wie Einmischungen in Segmente und Rivalitäten;
  • Übernahme von On‑Air‑Ankündigungsrechten ähnlich einem General Manager (für eine Nacht);
  • Teilnahme an nicht‑physisch herausfordernden Situationen oder abgesprochenen Aktionen – gelegentlich auch an körperlichen Begegnungen, wenn die Story es verlangt.

Geschichte und Entwicklung

Das Konzept wurde eingeführt, um frische Impulse in das wöchentliche Programm zu bringen und Cross‑Promotions mit Prominenten zu erleichtern. In der Praxis schwankte die Nutzung zwischen regelmäßigen Einsätzen und punktuellen Auftritten; mit der Zeit wurde das Format seltener als fester Programmpunkt eingesetzt und oft durch andere Booking‑Mechaniken ersetzt. Dennoch bleibt das Gastmoderator‑Konzept ein Beispiel dafür, wie WWE Promi‑Appeal mit Wrestling‑Narrativen verbindet.

Bekannte Momente und Kritik

Gastmoderatoren haben häufig für hohe Einschaltquoten und mediale Aufmerksamkeit gesorgt, vor allem wenn es sich um bekannte Persönlichkeiten handelte. Kritik richtete sich gelegentlich gegen die Überbetonung von Prominenten zulasten der Roster‑Talente oder gegen Entscheidungen, die rein auf Publicity statt langfristige Storyentwicklung abzielten. Gleichwohl trugen viele Gastmoderatoren zu erinnerungswürdigen Segmenten und kurzfristigen Schubphasen in bestimmten Fehden bei.

Vollständige Liste

Die vollständige Liste aller WWE‑Gastmoderatoren mit Daten, Episodenangaben und kurzen Beschreibungen der jeweiligen Rolle finden Sie weiter unten in dieser Seite.

Hinweis: Das Guest‑Host‑Konzept ist ein Beispiel für die Vermischung von Sport‑Entertainment und Show‑Geschäft und bleibt ein flexibles Werkzeug des WWE‑Bookings, das je nach Bedarf und Publikumslage eingesetzt wird.