Die Pont Saint-Bénézet (französische Aussprache: [pɔ̃ sɛ̃ benezɛ]; provenzalisch: Pònt de Sant Beneset) ist eine berühmte mittelalterliche Brücke in der südfranzösischen Stadt Avignon. Sie ist auch unter dem Namen Pont d'Avignon (IPA: [pɔ̃ daviɲɔ̃]) bekannt.

Eine Holzbrücke wurde zwischen 1177 und 1185 gebaut. Sie führte zwischen Villeneuve-lès-Avignon und Avignon über die Rhône. Diese frühe Brücke wurde vierzig Jahre später, 1226, zerstört. Dies war während des Albigenser-Kreuzzuges, als Ludwig VIII. von Frankreich Avignon angriff. Im Jahr 1234 wurde erneut mit dem Bau einer neuen Brücke mit 22 Steinbögen begonnen. Die Steinbrücke war etwa 900 m (980 yd) lang und nur 4,9 m (16 ft 1 in) breit. Diese Breite schloss die Brüstungen an den Seiten mit ein. Die Brücke wurde in der Mitte des 17. Jahrhunderts aufgegeben. Bei jedem Hochwasser der Rhône stürzten die Bögen ein (brachen ein und fielen ins Wasser). Dies machte es sehr teuer, die Brücke instand zu halten (zu reparieren).

Vier Bögen und das Torhaus am Ende der Brücke in Avignon sind noch vorhanden. Die Sankt-Nikolaus-Kapelle befindet sich auf dem zweiten Pfeiler der Brücke. Sie wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts erbaut. Seitdem hat sie sich stark verändert. Die westliche Endstation, die Tour Philippe-le-Bel, existiert ebenfalls noch.

Die Brücke war die Inspiration für das französische Lied Sur le pont d'Avignon. Die Brücke ist ein wichtiges Wahrzeichen der Stadt. Im Jahr 1995 wurden die Bögen der Brücke zusammen mit dem Papstpalast und der Cathédrale Notre-Dame des Doms zum Weltkulturerbe erklärt.