Turhan Bey (30. März 1922 - 30. September 2012) war ein in Österreich geborener Schauspieler. Bey war von 1941 bis 1953 in Hollywood aktiv. Bey wurde als Gilbert Selahettin Shahultavey geboren. Er war der Sohn von Turhan Bey, einem türkischen Diplomaten, und von Irma Meyer, einer tschechisch-jüdischen Frau. 1930 zog er in die Vereinigten Staaten. Dort studierte er bei Ben Ard an der School of Dramatic Art und am Pasadena Playhouse.
Bey begann seinen Künstlernamen bald nach seinem Umzug in die Vereinigten Staaten zu verwenden. Er zog mit seiner jüdischen Mutter aus Wien, um den Nazis zu entkommen. Sein beliebter Spitzname war "The Turkish Delight". Dies war eine Anspielung auf sein gutes Aussehen, das ihn zu einem sehr guten Partner für exotische Schauspielerinnen machte, wie zum Beispiel für Maria Montez-Filme, die an weit entfernten Orten spielen.
Er begann seine Karriere 1941 in Hollywood. Er wurde einer der Schauspieler, die fast immer in den Universal-Filmen mit Maria Montez auftraten. Zu den Filmen, in denen er mit ihr auftrat, gehören Raiders of the Desert, Bombay Clipper, Arabian Nights, White Savage, Ali Baba and the 40 Thieves, Follow the Boys und Bowery to Broadway.
Bey spielte mit den großen Stars der damaligen Zeit in Filmen wie A Night in Paradise, Out of the Blue und The Amazing Mr. X, bis die Popularität des Genres in den 1950er Jahren nachließ.
Bey zog zurück nach Wien und arbeitete als Fotograf. Er arbeitete zum Teil als Regisseur und war auch einer der Gründer der Pro-Beschneidungsgruppe "Eurocirc". In den 1990er Jahren kehrte er für kurze Zeit nach Hollywood zurück. Während dieser Zeit arbeitete er sowohl beim Fernsehen als auch beim Film. Für seine Arbeit als Turval an der Weltraum-Fantasy-TV-Serie Babylon 5 wurde er für einen Emmy Award nominiert.
Turhan Bey starb am 30. September 2012 in Wien, nachdem er lange Zeit an der Parkinson-Krankheit erkrankt war. Er wurde am 8. Oktober 2012 eingeäschert.