Docodonts sind eine Ordnung oder Unterordnung von ausgestorbenen Säugetierformen. Sie lebten während des mittleren bis späten Mesozoikums.

Sie hatten hochentwickelte Backenzähne, von denen die Unterordnung ihren Namen hat. In den Fossilienfunden finden sich vereinzelte Zähne und Kieferknochenstücke.

Docodonts sind mit den Plazenta- und Beuteltieren nicht ganz so eng verwandt wie die Monotremes, weshalb sie nicht zu den Säugetieren der Kronengruppe gezählt werden.

Da ihre Backenzähne und ihr Unterkiefer aus einem einzigen Knochen (dem Zahnknochen) bestehen, werden sie im Allgemeinen als Säugetiere betrachtet. Diejenigen Autoren, die den Begriff "Mammalia" auf die Gruppe der (lebenden) Kronen beschränken, schließen Docodonts jedoch aus. Sie verwenden stattdessen den Begriff Mammaliaformes.

Docodonts waren in erster Linie Pflanzenfresser oder Insektenfresser. Castorocauda, der sich an ein semiaquatisches Leben angepasst hat, hat jedoch Zähne, die vermuten lassen, dass er Fisch gefressen hat.

Castorocauda ist wichtig, weil der erste Fund ein fast vollständiges Skelett war (ein wahrer Luxus in der Paläontologie). Er bricht mit dem Stereotyp des "kleinen nachtaktiven Insektenfressers". Er war auffallend größer als die meisten mesozoischen Säugetierfossilien und gibt absolut sichere Hinweise auf Haare und Fell. Dies deutet natürlich stark auf eine säugetierartige Temperaturregulation hin.